Sonntag, 29. März 2009

Cairns - Kuranda - Cairns


Moin,


erstmal mein Lieblingsbild: 2 Woker (Begriff stammt von Ester, Maike und Linda, die damit Asiaten bezeichnen, dessen genaues Herkunftsland schwer zu bestimmen ist...) versuchen in ihrem Minischlauchboot vergeblich vom Stand wegzupaddeln. Nach ca. 5 Minuten waren sie ganze 5 Meter weit gekommen, da sie sich staendig im Kreis gedreht haben und haben es aufgegeben!

Wo war ich eigentlich stehen geblieben? Ach ja, bin von der Magnetik Insel runter und habe erst mal 2 Stunden auf meinen Bus nach Cairns gewartet. Der hat mich dann schliesslich auch dort hin gebracht doch es war schon ziemlich spaet! Hab dann versucht im Park in strandnaehe zu schlafen. Als ich endlich einen ruhigen Platz gefunden hatte, die Security verscheucht alle ungebetenen Gaeste, machte ich es mir auf der schoenen Bank bequem. Doch grad am einschlafen, gingen die Sprinkelanlagen an(kann man sich eigentlich denken, das die nachts bewaessern)! Nachdem ich wieder trocken war machte ich einen neuen Versuch, doch grad am einschlummern oeffnete der Himmel alle Schleusen.... Hab dann diese Nacht nicht mehr geschlafen und wollte gleich um 6 Uhr als Erster in der oeffentlichen Pool direkt am Meer mit Sonnenaufgang. Doch um 5 nach 6 Uhr herrschte dort schon ein reges Treiben: eine Gruppe von Senioren (sorry Mama) machte ihre Wassergymnastik (Aquaerobic). War aber auch sehr lustig anzuschauen:-)

Hab dann um halb neun den Zug nach Kuranda genommen. Der Scenic Rail faehrt durch tropischen Regenwald und an schoenen Wasserfaellen vorbei, doch ich hatte Muehe meine Augen aufzuhalten! In Kuranda ging ich dann auf einen Campingplatz mitten im Regenwald und fand endlich meinen ersehnten Schlaf....

Bin noch 2 Tage im Dschungel geblieben, um dann mit dem Bus nach Cooktown hoch zu fahren. Doch der bestellte Bus, der nur alle 4 Tage diese Strecke faehrt und der einzige ist, kam einfach nicht. Bin dann noch nen Tag laenger geblieben und dann heute wieder nach Cairns zurueck gefahren. War wohl nichts mit Cooktown, Port Duglas und Cape Tribulation. Werde jetzt von Cairns aus noch Tagestouren unternehmen, eine zum Great Barrier Reef und eine zum Cape, bevor ich dann am Sonntag meinen Flieger nach Singapure nehme. Dort werde ich dann endlich mal wieder auf bekannte Gesichter treffen. Freue mich schon auf die 3 Wochen mit Annette und Jochen durch Malaysia....


Ach noch was: mitten in Kuranda gabs nen deutschen Baecker!
Koennt euch gar nicht Vorstellen wie gross die Freude auf einen Koernersemmel nach 2 Monaten seien kann.


Gruesse an all diejenigen, die den Blog regelmaessig verfolgen...

Mittwoch, 25. März 2009

Dere,

So jetzt hab i a bisserl Zeit (immer dieser Urlaubsstress:-)

Das mit den falschen Jahrgaengen hast du gut erkannt Jochen. Es hat sich bewahrheitet was mir eine alte Neuseelaenderin gesagt hat. Sobald man ein paar Doller mehr bezahlt ist man den Kindergarten los!

Auf dem Schiff waren viele in meinem Alter +/- 3 Jahre. Daher war der 3-Tages-Segeltrip um die Whitsundays ein voller Erfolg. Waren alle sehr nett und wir hatten viel Spass. Am 2.Tag wehte eine steife Priese und wir sind 5 Knoten schnell gefahren (keine Ahnung wie schnell das ist, aber das Boot hat ganz schoen geschaukelt, weil der Seegang dementsprechend war!) und einige wurden etwas bleich um die Nasenspitze. Bin zum Glueck von der Seekrankheit verschohnt geblieben....

Ansonsten waren wir tagsueber viel schnocheln (hab Marks Gehause ausgeliehen, um auch Unterwasser Bilder zu machen). Abends gabs meist ein paar Bier vom Barkeeper und ne Partie Poker. Die Verpflegung war auch sau gut (kann bis jetzt nicht verstehen wie Ash, die Koechin, in einer Kueche 2x2m fuer 30 Personen bei Seegang so gut kochen kann!!!).
Wer nicht verstehen konnte wie man ne Dusche in der Kueche haben kann: hier ist die Dusche im Klo!

Bin anschliessend weiter nach Ayr gefahren. Das ist ein ganz kleines verschlafenes Nest, wo man eigentlich nichts machen kann. Hab jedoch den Aussis (ca.D-Jugend) beim Kicken zu geschaut: den besten Mann stellen sie ins Tor! Der hat ein Solo ueber den ganzen Platz hingelegt und 8 Feldspieler stehen gelassen bevor ihn der 9. am Strafraum umgegraetscht hat. Nach 2 Tagen bin ich weiter nach Townsvill gefahren.
Dort habe ich am Abend 3 Deutsche kennen gelernt, die auch am naechsten Tag auf die Magnetik Island fahren wollten. So haben wir uns kurzer Hand entschlossen zusammen zu fahren. Dort haben wir uns einen Moke (sehr lustiges Gefaehrt, aehnlich einem Gokart) ausgeliehen und sind auf der Insel rumgefahren.... Da wir keinen Basketball dabei hatten, haben wir halt Kokusnuesse um Spielen verwendet.




Ich haben dann dort 2 Naechte im Kaola Village verbracht (die Anderen mussten wieder weiter) und bin endlich wieder zum Wandern gekommen. Ein paar lustige Voegel waren auch dort....


Werde heute weiter nach Cairns fahren, um dann aber sofort weiter Richtung Cooktown zu kommen und endlich einen Tauchgang im Great Barrier Reef zu machen..

Sonntag, 22. März 2009

Whitsundays - Ayr - Townsvill - Magnetik Island


Hey,

endlich wieder Land in Sicht!
Dann lade ich diesmal mehr Bilder hoch vom meinem 3 Tages-Segeltrip und lasse sie fuer sich sprechen. Koennt euch den Teil dazu denken...
(Das mit dem Fotoalbum checke ich nicht, hab mich schon ne Stunde darin versucht und es ist mir zu bloed!)

Die Internetverbindung ist sau schlecht und mein Schiff von Townsvill auf Magnetik Island faehrt gleich ab...
Daher werde ich mein Bericht in 3 Tagen, wenn ich wieder zurueck bin, vervollstaendigen....

Dere

Montag, 16. März 2009

Brisbane - Noosa - Rainbowbaech - Airly Beach(Whitsundays)

Dere,

nach dem Abstecher in die 3.Welt bin ich wieder in der unseren angekommen:

Hab erstmal 2 Tage im gleichen Hostel in Brisbane verbracht. Dabei bin ich auf alte Bekannte gestossen: H.(der Hollaender), Federico(Italiener), ein Waliser(dessen Namen ich vergessen hab), Tuk(vietnamnesischer Canadier oder umgekehrt) und noch a paar.... Daneben waren auch noch 10 trinkfreudige Iren da. Hab erst mal ein paar Sachen fuer die naechsten Tage erledigt und sonst nichts weiter gemacht.

Dann gings mit dem Buss weiter nach Noosa Heads, ein Nobelurlaubsziel. Der Zeltplatz war genau so teuer wie ein durchschnittliches Hostel und durstige Iren hatte es da auch. Waren gleich in meinem Nachbarzelt und haben bis um 5 Uhr Party gemacht! Daraufhin habe ich mich am naechsten Tag gleich wieder in den Bus gesetzt. Habe davor allerdings noch einen schoenen Tag mit einem Coastwalk(Foto 3: Koala) verbracht. Konnte dabei einigen Surfpros beim ueben fuer den am folgenden Tag stattfindenden Wettbewerb beobachten. Dabei sind mir einige Ausnahmetalente aufgefallen, die mein Interesse fuer den Sport weckten:-) Foto1+2

Am Abend bin ich dann im Pippie's Backpackers in Rainbow Beach angekommen (heisst so,weil des Strand verschiedene Farben hat). Versuchte am naechsten Tag vergeblich eine Wanderung auf Fraesur Island zu organisieren. Allerdings sind die dort nicht wirklich auf Wandertourismus ausgelegt. Die haben mich alle wie ein Marsmaennchen angeschaut, nur weil ich einen der Great Walks machen wollte. Es kam immer wieder die Frage wie ich mein Essen fuer 3 Tage transportieren will. Wuerde in NZ kein Mensch fargen, da es selbstverstaendlich ist alle Sachen mit dem Rucksack mitzunehmen(dort machen aber auch manche 7- oder sogar 10-Tagestouren! - was ich dann schon ein bischen verrueckt finde, da man dann nur 3 Powerriegel am Tag essen kann). Auf jeden Fall haben mich die 2 Touri-Infos ganz gut informiert und ich hatte mir schon meinen Track zurechtgellegt, eh ich dann vom National Park Team erfahren habe, dass alle Tracks fuer die naechsten 2 Wochen wegen Aufraemarbeit als Folge des Zyklons gesperrt sind! Habe dann vergeblich noch versucht auf eine der Jeep-Touren aufzuspringen, auf die ich eigentlich keinen Bock hatte. Diese laufen naemlich wie folgt ab(konnte einige Teams beim packen beobachten):
10 Leute(z.B. 5 Maedls/5Jungs) treffen sich einen Abend vorher und werden ueber alle Risiken(Dingos, Quallen, Haie, etc.) informiert und bekommen eine Einweisung ins Jeepfahren. Daraufhin setzt sich der Trott in Richtung Supermarkt in Bewegung und kauft erstmal wie verrueckt fuer ihre 2 Naechte ein: z.B. 30l Wein und 100 Dosenbier. An Verplegung darf natuerlich auch nicht gesparrt werden und ich schaetze sie haben ein bischen mehr eingekauft fuer den Fall der Faelle - mann koennte ja auf der Insel fuer 1 Woche festhocken (ausserdem braucht man ja etwas mehr um den Kater zu bekaempfen). Naja, die Englaender werden schon einschaetzen koennen wie viel Alkohol sie vertragen....
Um nicht ganz unverrichteter Dinge Frasur Island zu verlassen habe ich mich dann fuer eine 1-Tages-Tour entschieden. War etwas teurer, aber es gab auch Fruehstueck und Lunch.

Bin dann heute Nacht mit dem Bus bis nach Airly Beach durchgefahren (15h mal wieder). Dort habe ich noch nen 3-Tages-Segelturn fuer heute gebucht und ich werde in ein paar Stunden die Whitsundays umsegeln. Mal schauen was das wird....

See you

Mittwoch, 11. März 2009

Vanuatu - close to paradise

Hallo zusammen,

habe die vergangene Woche in Vanuatu, genauer auf der Hauptinsel Efate, sehr genossen :

Das Inselleben ist allerdings von 2 krassen Gegensaetzen gepraegt. Auf der einen Seite die einheimische, sehr arme , aber immer freundliche, Bevoelkerung und auf der anderen Seite die reichen, weissen Touris (vorwiegend Australier und Neuseelaender).

Man kann sich das Leben vor dem (noch in den Kinderschuhen steckendem) Tourismus wie folgt vorstellen:
Um die Hauptinsel sind ca. 10 kleine Inseln gruppiert, die sich in Schwimmdistanz befinden. Es wachsen alle moeglichen Fruechte (Papajas, Kokosnuesse, Bananen, Passionsfruechte und einige deren Namen ich nicht kenne), zumeist ganzjaehrig in dem tropischem Klima, die man sich nur von den Baeumen pflueckt. Das Meer
liefert viele Fische, Schildkroeten, Hummer, Krebse oder z.B. Seekuehe. Die Ureinwohner haben alles gegessen was ihnen in die Finger kam. Sogar vor Menschen machten sie keinen halt! Der Kanibalismus wurde aber vor ca. 40-50 Jahren aufgegeben, wobei er auf der Insel Tanna anscheinen erst vor ein paar Jahren eingestellt wurde!!!Der taegliche Regen von ca. 2 h sorgt fuer ausreichend Trinkwasser, das sich in Fluessen und Wasserfaellen die Berghaenge herunterstuerzt. Die Bewohner muessen sehr gluecklich gelebt haben, wobei sie nicht viel besassen....
Einige Seefahrer entdeckten die Inseln (z.B. Cook) und brachten unsere westlichen Sitten und Gueter mit. Obwohl 105 unterschiedlichen Sprachen gesprochen werden, hat sich Englisch und Franzoesisch zumeist durchgesetzt. Im 2.Weltkrieg stationierten die Amis ein Teil ihrer Truppen auf der Hauptinsel....

Heute leben zwar einige Voelker immer noch auf die traditionelle Art und Weise, v.a. auf den kleineren weit entfernten Inseln (die ich nicht besucht habe, Fluege sind einfach zu teuer und Boote fahren nur 1 Mal die Woche), auf der Hauptinsel geht es jedoch westlicher zu.
Die Bewohner verkaufen ihre Inseln und Grundstuecke, um darauf Hotelanlagen errichten zu lassen, und koennen so ihre eigenen Inseln nicht mehr besuchen. Gleichzeitig ergibt sich fuer sie daraus natuerlich Arbeit und viele schaffen auf den Baustellen, wobei die Leitung meist ein Weisser inne hat uns sie die Drecksarbeit
fuer ein Appel und ein Ei erledigen duerfen (erinnert sehr an Slavenarbeit)! Mittlerweile leben die meisten vom Tourismus, ob in den Hotels, auf Touren fuer die Touris,Taxis und Busse, etc. Mit den westlichen Guetern, die sie von ihren Lohn kaufen koenne, v.a. in den vielen Geschaeften, die zumeist in chinesischer Hand sind (in Fiji sinds die Inder), wissen sie nicht so recht umzugehen: sie werfen einfach allen Abfall in die wunderschoene Landschaft! Von recycling haben sie noch nie was gehoert....

Man bemerkt diesen Zustand sehr schnell, und ich habe versucht ein bisschen naeher an die Ureinwohner heranzukommen. So habe ich esrtmal darauf verzichtet, irgendwelche total ueberteuerten Touren zu buchen. Hab mich einfach in den naechsten Bus(Mitsubishi Vans) gesetzt, gibt hier hunderte und auf Handzeichen stoppt einer alle 10 s, und von Port Vila (Hauptstadt mit ca. 40 000 EW, sieht aber wie eine Kleinstadt mit 5 000 EW aus) die Insel erkundet (fuer ca. 1 Euro wird man ueberall hingefahren):
Am ersten Tag hab ich ein paar Kinder beim Schnorchel kennen gelernt. Nachdem ich ihnen meine Maske geliehen und ihnen ein paar Dextro angeboten habe, ist einer gleich auf eine Palme geklettert und hat mir eine Kokosnuss gepflueckt. Wer nicht weiss,wie man sie oeffnet, hier ein Demovideo:
Auf der Insel Efira habe ich Samuel kennen gelernt, der mir gleich seine Insel gezeigt hat und mich zum Kawa-trinken eingeladen hat. Kawa schmeckt schrecklich und sieht aus wie Dreckswasser, betaebt aber ein bischen (hier trinkt keiner Alkohol, ausser die Touris). Es wird aus einer Wurzel gewonnen.
An den weiteren Tagen bin ich u.a. zum Tauchen gegangen und habe dabei, neben vielen schoenen Fischen (Clownfisch gibts auch hier,aber die sind au net lustig), Wasserschlangen,.... und sogar 2 Dugon(=Seekuehe) gesehen. Die Unterwasserwelt ist echt wunderschoen und die Korallenriffe sind noch ganz intakt.
Es gaeb noch so Vieles zu erzaehlen (das einheimische Essen, die Maerkte, Wasserfaelle,...) , aber ich lass es mal bei den kleinen Eindruecken....

War eine super Idee so spontan mal in die Suedsee zu fliegen. Besonders teuer war es auch nicht, wenn man sich z.B. auf dem Markt bekochen laesst, bekommt man eine Mahlzeit(Fisch oder Huhn mit Reis+Getraenk) fuer ca. 2 Euro. Das Hotel(Coconut Palm Resort) war auch sehr gut und guenstig!
Glueck hatte ich auch noch, den wenn ich weiter in Richtung Cairns gefahren waehre, haette mich ein Zyklon wahrscheinlich weggepustet! Dort werde ich mich morgen auf den Weg machen. Naechster Stop Fraser Island....

Montag, 2. März 2009

Brisbane

Moin,

rueckblickend waren die letzten 3 Tage nicht besonders toll. Hab zwar etwas erlebt, doch die Leute auf dem Zeltplatz waren zu schraeg. Ihr Tagesplan sah wie folgt aus: zwischen 12 und 13 Uhr aufstehen und erst mal nen Joint, dann 2 Stunden spaeter Mittag, bevor es nach ein paar weiteren Joints Abendessen gab. Dann konnte das Abendprogramm beginnen: jede Menge Joints und saufen bis in die frueh...und das Schauspiel wiederholte sich jeden Tag. Manche machten das seit Wochen, einige waren auch schon seit mehreren Monaten da(!!!). Ihre maximale Tagesdistanz betrug 50m zum Pool und zurueck!
Wollte mich dem nicht anschliessen, wofuer die Leute allerdings kein Verstaendnis hatten und so lernte ich nur wenige von ihnen kennen und war ein bisschen der Aussenseiter.War mir aber egal...

Bin gestern in Brisbane angekommen und habe gleich ein nettes Hostel gefunden. Hier sind die Leute viel netter, jedoch sind einige auch schon seit einem Monat hier. Sie suchen nach Arbeit!
Kann allerdings nicht verstehen wie man in Brisbane so lange bleiben kann, denn es gibt nicht viel zu sehen. Ausserdem scheint es mir als wuerden sie darauf warten, dass sie jemand anruft und ihnen einen Traumjob anbietet. 2 Franzoesinnen z.B. sind zum 5.Mal hier und haben es auf 2,5 Monate Brisbane gebracht und 3 Wochen an einem Ort an der Kueste, sonst haben sie noch nichts gesehen!!!

Vielleicht lage es an den Erfahrungen der letzten Tage oder mir war einfach nur so langweilig, auf jeden Fall hab ich gestern kurzerhand einen Flug nach Vanuatu gebucht. Wer nicht weiss wo das ist, ich wusste es bis gestern auch nicht. Hab erst mal gegooglelt: eine Inselgruppe nordoestlich von Neu Kaledonien und westlich von Fiji. Wikipedia hat mir so viel verraten:

"Vanuatu ist ein souveräner Inselstaat im Südpazifik. Der aus 83 Inseln bzw. Inselgruppen bestehende Archipel wurde bis 1980 Neue Hebriden genannt.
Die Wirtschaft besteht überwiegend aus Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus (etwa 60.000 Besucher im Jahr 2005). Es existieren keine nennenswerten Bodenschätze.
Eine Studie der britischen New Economics Foundation (NEF) bewertet das Glück der Einwohner Vanuatus im weltweiten Vergleich am höchsten. Untersucht wurden Zufriedenheit, Lebenserwartung und der Umgang mit der Umwelt."

Klingt doch vielversprechend oder? Morgen geht der Flieger und ich bin vorraussichtlich 1 Woche nicht erreichbar...

Darum wuensche ich meinem Bruder Marcel und der Steffi Baron (beide am 6.3.) schon mal alles gute zum Geburtstag.Feiert gscheid...

Liebe Gruesse an alle und bis bald

Samstag, 28. Februar 2009

Byron Bay

Hey,


Nach einer langen Busfahrt(ca.13h), erreichte ich in aller frueh Byron Bay. Stand etwas planlos an der Haltestelle rum, da ich kein Hostel im vorraus gebucht hatte. Allerdings war ich dabei nicht alleine. 3 Englaendern ging es genau so und so entschlossen wir kurzer Hand zusammen nach einen Schlafplatz zu suchen. Wir fanden schliesslich einen Campingplatz direkt am Strand, konnten aber nur eine Nacht dort bleiben, weil die naechsten Tage ausgebucht waren. Das war aber auch gut so, denn mit den 3 wollte ich keine weiteren Tage verbringen....

Musste dann umziehen in die Arts Factory, ein von Hippies gegruendetes Hostel mit grossem Camping Platz. Hier kann man einiges machen vom Didgeridoo selber basteln bis zum eigenen Kino.... Die Leute sind auch alle ziehmlich schraeg und lustig.

Getern habe ich meine ersten Haie gesehen bei einem Tachgang an den Julian Rocks (Foto), eine kleine Insel nicht weit entfernt vom Byron Beach. Ein paar Delphine habe ich auch gesehen, mein Versuch sie vom Strand zu erreichen scheiterte aber klaeglich, da sie (natuerlich) wesentlich schneller waren.

Hab mir Australien irgendwie etwas trockener vorgestellt, denn hier ist alles ueberraschenderweise sehr gruen. Eine einheimische Frau hat mich dann aufgeklaert und gesagt, dass es die letzten 20 Jahre nicht so gruen war und es nur auf den vielen Regen der letzten Zeit zurueck zu fuehren ist....

Die Abfallentsorgung wird hier uebrigens nicht von Spatzen uebernommen, sondern von Truthaehnen und Echsen!
Ausserdem gibts hier extrem viele Surfer und einige von ihnen sind natuerlich auch extrem cool!

Nachtrag ins Logbuch:

Habe heute einen Markt besucht auf dem es neben vielen leckeren Sachen zum Essen, Gemuese und Fruechte auch viele Klamotten,etc. gab. Anschliessend machte ich einen Spaziergang am Strand, wo ich vergeblich einen Baum mit Schatten suchte. Nach 1h bin ich dann fuendig geworden und ich wunderte mich warum hier so wenig los war. War am FKK-Strand gelandet, doch das war mir dann auch schon wurst....

Hier sind uebrigens auch sehr viele Englaender, die durch ihre natuerliche Grundbraeune es manschmal nicht fuer noetig halten die Sonnencreme zu benuetzen. Vielleicht hat sich die "Wundererfindung" auch noch nicht bis auf die Insel herumgesprochen:-)

Werde morgen nach Brisbane weiter reisen...

Dere

Dienstag, 24. Februar 2009

Sydney

Hallo again,

zuerst a mal muss ich sagen, dass ich sehr erleichtert war, als mein Gepaeck am naechsten Tag in meinem Hostel angekommen ist. Noch mal alles gut gegangen...

Am Samstag wollte ich abends mal weggehen und schauen was Sydney so an Nachtleben zu bieten hat. Ich bin in einen "Partybus" eingestiegen (dabei habe ich mich wieder an die Huehnchen im Kaefig erinnert) , der uns zu einer Bar fuhr, die das Motto "Playboy" hatte. Alle Bedinungen hatten Hasenohren etc.! Nach genau 3 Minuten, verlies ich die Location lieber wieder und bevorzugte einen Sparziergang durch die Stadt und genoss ein Milchshake (gute Entscheidung). Unser Viertel, Kings Cross, hatte da schon deutlich mehr zu bieten: jede Menge Bars und Clubs, Nutten und Sexschuppen, und alle 10m wurden dir irgendwelche Drogen angeboten....


Die naechsten Tage waren dann sehr erholsam:

Hab mit Linda, einer Deutschen, die ich seit Nelson kenne, und Michael, einem Schweizer aus Zueri einiges unternommen:
Aquarium, Opera House, Harbour Bridge, Botanic Garden, ... halt die ueblichen Sehenswuerdigkeiten. Auch im Zoo verbrachten wir fast einen ganzen Tag. Die Affen waren besonders lustig(siehe Foto 1+2). Gestern besuchten wir noch die bekanntesten Straende (Bondi, Coogee und Manly Beach). Abends gabs meist BBQ auf der Dachterrasse.


Heute gehts weiter mit den Nachtbus nach Byron Bay zu den Hippies(da wirds bestimmt noch "chilliger") ...



Bis denne

Donnerstag, 19. Februar 2009

Wellington - Tangoriru - Roturua - Waitomo - Auckland

Dere,

meine kleine Spritztour ging am Montag um 14 Uhr los. Nachdem ich mein Auto, einen Mitsubishi mit Automatik (hat hier jedes Auto), abgeholt habe, hatte ich 72h Zeit es nach Auckland zu fahren. Fuer die Srecke(660km) benoetigt man normalerweise knapp 9h, ich hab jedoch nicht die direkte Route gewaehlt, sondern ein paar Umwege ueber bestimmte interessante Spots eingeplant und so waren es ca. 900km.


Am ersten Tag erreichte ich Turangi, mein Ausgangspunkt fuer den naechsten Tag, um das beruehmte Tangoriru Crossing zu machen. Nach einer Nacht im Silverstone Hostel, holte uns(ein belgisches Paerchen war auch dabei) in aller frueh ein Bus ab,der uns zum Ausgangspunkt brachte. Natuerlich war ich nicht der Einzige, der diesen "Great Walk" machen wollte und so fuehlte man sich eher auf einer Autobahn, als auf einem Wanderweg! Der Track war sehr einfach und nach ca. 6h erreichte ich das Ende, wo uns erneut ein Bus abholte. Auf dem Weg durchquerten wir 2 erloschene Vulkankegel und einen Schwefelsee (ueberall roch es natuerlich nach faulen Eiern), jedoch wurde die Sicht durch einige Wolken getruebt und wir hatten nur selten so einen schoenen Blick auf die Vulkankegel wie auf diesem Bild....


Am spaeten Nachmittag bin ich dann nach Roturua weiter gefahren, wobei ein Zwischenstopp und Bad im Lake Taupo Pflicht war. Dieser See ist ebenfall ein Vulkankrater, der sich mittlerweise mit Wasser gefuellt hat. In Roturua genoss ich am Abend noch ein Bad im Polynesischen Spa, 7 unterschiedlich warme Pools mit schwefelhaltigen Wasser, die man mit vielen Asiaten teilen musste.


Nach einer Nacht im Auto gings am naechsten Morgen ueber das Wonderland zu den Waitomo Caves. Im Wonderland konnte man einige heisse Quellen mit unterschiedlichen Farben sehen, je nachdem welche Stoffe gefoerdert wurden. Ausserdem gab es noch Gysire, die nicht gespuckt haben, und Schlammtuempel. Wie ueberall roch es sehr streng. In diesem Gebiet treffen 2 Platten aufeinander, was der Grund fuer den anzutreffenden Vulkanismus ist, wobei die anzutreffenden Phaenomene zum Postvulkanismus gehoeren (wow, was man im Geographiestudium so lernt:-)
Bei den Waitomo Caves verbrachte ich eine Nacht in meinem Zelt. Am naechsten morgen wollte ich mir ein paar Hoehlen anschauen, doch dafuer wurde man ordentlich zur Kasse gebeten und so bin ich unverrichteter Dinge weiter nach Auckland gefahren, wo ich puenktlich um 14 Uhr mein Auto abgab.
Nach 2 weiteren Naechten in Auckland, gings heute in aller frueh weiter nach Sydney. Dabei ging alles druber und drunter und ich warte jetzt noch auf mein Gepaeck, das irgendwelche Trottel vercheckt haben. Immerhin haben sie mir 100$ Entschaedigung gezahlt, wobei ich mich gar nicht grossartig beschwert haben, und bringen es mir (hoffentlich) heute abend ins Hostel...



Fazit:
Ich finde es ein bischen schade, dass man fuer alles sehenswerte zahlen soll. Sobald es irgendetwas tolles gibt, steht irgend ein Trottel da, der zuvor einen Zaun um die ganze Sache gezogen hat, und haelt seine Hand auf. V.a. die Preise stehen in keinem Verhaeltnis zum restlichen Leben: so bekommt man hier z.B. das beste Rindersteak(200g) vom Metzger fuer 2 Euro oder wahlweise 2 Fischfiles (300g) und soll dann fuer ein paar Pinguine 20 Euronen hinlegen. Auch ein Bungy-Jump fuer 80 Euro klingt vergleichsweise billig, was jedoch fuer uns nur auf dem starken Euro zurueck zu fuehren ist. Fuer die Kiwis sind die Touri-Attraktionen einfach unbezahlbar...
Allerdings muss ich sagen, dass die letzten 5 Wochen sehr toll waren. Ich habe viel erlebt und staendig viele, neue, nette Leute kennen gelernt. Und die Kiwis sind auch fast alle so freundlich wie man sich erzaehlt. Bin auch recht guenstig davon gekommen und liege voll im Budget. Mal schauen, was Australien jetzt so bietet...


Bis die Tage..

Sonntag, 15. Februar 2009

Wellington

Hi zusammen,

nochmal nen kurzen Blog, bevor ich die naechsten Tage eher nicht dazu kommen werde...


Also mit dem Rugby kann ich mich net so recht anfreunden: der Ball ist nicht rund und das Spiel dauert auch keine 90 Minuten(ich vermisse den Fussball!!!). Es geht auch recht hart zur Sache und bei guten Tacklings wird immer laut geklatscht, aber ansonsten kommt keine richtige Stimmung auf (keine Fangesaenge,...). Vielleicht lag das auch nur an dem Spiel von gestern, da naemlich die Heimmannschaft, die Hurricans Wellington, eine Schlappe hinnehmen mussten. Kurz vor Ende haetten sie zwar das Spiel noch fast gedreht, waren aber ueber die meiste Zeit das deutlich unterlegene Team. Noch ein Suchbild: wo ist der Ball(aeh, ich meine das Ei)?

Essen kann man hier auch sehr gut, jedoch nichts nationales. War grad bei einem Malaysier, um mich schon mal auf die Kueche einzustellen und das war sau lecker (freue mich schon auf Malaysia). Fuer ca. 7 Eure bekommt man hier ein ganzes 3-Gaenge-Menue...



Uebrigens die DHL stellt hier nicht die Post zu und liefert auch keine Pakete, sondern sie versuchen Leben zu retten (haben auch ein bischen was von Baywatch)!

So dann gute Nacht und bis bald. Melde mich dann wieder von Auckland, bevor es nach Australien weiter geht. Bin mal gespannt was mich da erwartet! Hab einige Leute getroffen, die bisher nur schlechtes erzaehlt haben (grosse, schlecht ausgestattete Hostels mit vielen jungen, partysuechtigen Deutschen!). Mal schauen...

Freitag, 13. Februar 2009

Picton-Wellington

Sers, i bins wieder,


Die letzten Tage waren net so spannend. In Picton hab ich mal ein bischen ausgespannt, bevor ich dann nach Wellington mit der Faehre gefahren bin. An diesem Tag hat es allerdings geregenet und ich habe nicht viel von den wunnderschoenen Fjoerden um Picton gesehen...


In Wellingten bin ich dann wetterbedingt ins Te Papa (neuseelaendisches Nationalmuseum) gegangen und hab mich mal in der neuseelaendische Geschichte weitergebildet...
War aber bis auf den weltgroessten Tintenfisch au net so spannend und nach 1 Stunde haben mir komischerweise schon die Fuesse weh getan (muss die Museumskrankheit sein)! Mein Hostel war auch nicht der Brueller und lag etwas ausserhalb, so dass ich eine halbe Stunde S-Bahn fahren musste. Allerdings habe ich das absichtlich so gewaehlt, um dem groessten Trubel in der Hauptstadt zu entgehen...


Gestern hab ich dann nach nem Tag Sightseeing noch ein Bier getrunken und dabei ein Paar Kiwis kennen gelernt, die mich prompt auf ne Party eingeladen haben. Der Abend war dann sehr lustig...


Heute bin ich dann doch noch nach Wellington in ein anderes Hostel gegangen, wo ich noch 2 weitere Tage bleiben werde. Am Montag kann ich dann kostenlos ein Auto nach Auckland zurueck fahren, muss die Strecke allerdings in 72 Stunden fahren. Damit ist die Route relativ fest und ich werde einen halt im Tanguria Nationalpark machen (Vulkan), ein Stop in Roturoa (heisse Quellen) und in Waitomo (Karsthoehlen)...
Und jetzt mache ich mich noch auf, um ein Rugbyspiel in Westpac Stadium anzusehen.

Wer bedenken hat, dass ich zu wenig relaxe/chille: hab vergessen zu erwaehnen, dass fast jedes Hostel ein Spa hat, in dem man auch noch am Abend unter Sternenhimmel ein heisses Bad nehmen kann:-)
Ausserdem kann man an jeder Ecke einen super Kaffee bekommen.

Montag, 9. Februar 2009

Nelson - Abel Tasman National Park

Moin,

Hab wieder viel erlebt die letzten Tage...

Freitag war ein lockerer Tag und ich machte einen kleinen Spaziergang mit Johanne und Sabine auf einen nahe bei Nelson gelegenen Berg. Abend gabs noch ein Bier in nem Pub,wo ich komischerweise Alex, der Israeli, der mich am Vortag mit dem Auto mitgenommen hatte, tarf.

Am Samstag gings ganz frueh los.Um 6 Uhr 45 faehrt der einzige Bus nach Takaka, eine kleine Hippi-Stadt in der Golden Bay am Anfang des National Parks. Dort entschied ich mich den Abel Tasman Track fuer 3 Tage zu laufen und buchte dementsprechend 2 Campingplaetze, die man immer im vorraus buchen muss, sonst darf man den Track gar nicht betreten. Nachdem mich 2 Autos bis zum Startpunkt des Tracks gebracht haben, ich bin den Track absichtlich in die verkehrte Richtung gelaufen, musste ich noch 3 Stunden zu Mutton Cove, meinem erster Capingplatz, laufen. Nach einem Bad in den Abendstunden, bei dem ich jetzt auch endlich mit einem Rochen getaucht bin, versuchte ich mein Glueck noch einmal im Angeln bei Vollmond, jedoch ohne Erfolg... Dabei lernte ich einen verrueckten Scotten kennen(Andrew),der den Track nur nachts lief und tagsueber schlief.

Am naechsten Tag hatte ich einen Gewaltmarsch von 10 Stunden vor mir. Mit Gepaeck von ca. 15 kg und einer Strecke von 25 km kommt man bei 30C ganz schoen ins schwitzen! War nichts mit nur faul auf der Haut liegen wie diese Robbe...
Aber die wunderschoene Landschaft mit den traumhaften Buchten und Sandstraenden entschaedigte fuer alles(ich muss euch leider ein bisschen neidisch machen,weiss nicht wie ich es sonst schreiben soll). Ich war schliesslich ueberfroh den naechsten Zeltplatz am Abend erreicht zu haben.

Den lezten Tag gings noch mal 8 Stunden, wie immer leicht bergauf und bergab, bevor endlich das Ende in Sicht war. 50km in fast 2 Tagen war dann doch nicht ohne und ich war schlussendlich froh, am Abend wieder in Nelson zu sein, nahdem mich ein Deutscher den ich beim Zelten kennengelernt hatte, mitnahm.
Dort wartete mein Restgepaeck auf mich, doch kein Zimmer! Die hatten beim Buchen ein Fehler gemacht und mich schon fuer Sonntag eingetragen. Ausserden haben sie sich schon Sorgen gemacht, dass mir irgendetwas passiert waere... Allerdings haben sie mir dann kurzfristig ein anderes Hostel besorgt, das mindestens genau so gut war.

In the Palace naechtigte ich mit 3 deutschen Maedels, die mich heute frueh bis Picton mitnahmen, weil sie ihre Faehre nach Wellington erreichen mussten. Hier habe ich mich wie verabredet mit Sabine getroffen, die hier in dem Hostel arbeitet, dass den lustigen Namen Tombstone traegt und gleich neben den Friedhof liegt.

Werde noch nen Tag in Picton bleiben, ehe ich nach Wellington uebersetze und die Nordinsel unsicher mache...

Machts gut alle zusammen

Donnerstag, 5. Februar 2009

Greymouth - Nelson



Dere,

nachdem ich mein ersten Regenvormittag in Greymouth erlebt habe (es soll an der Westkueste 200 Tage im Jahr regnen!), machte ich ne kleine Radl-Tour mit den kostenlosen Bikes des Hostels. Dabei kam ich an nem Supermarkt vorbei und musste eine schreckliche Entdeckung machen: die verkaufen hier Bier, das sich "Bavaria" nennt, aber aus Holland kommt!!!
Daraufhin musste ich mir das neuseelaendische Brauereiwesen mal genauer anschauen. Ich besuchte eine Monteiths Brauerei, die anscheinend das betse Bier herstellen. I war a bisserl enttaeuscht, als ich die kleine Brauerei sah, denn jede regionale Brauerei in Deutschland ist groesser. Aber die Bierprobe am Ende der 1-stuendigen Fuehrung entschaedigte fuer alles....

Gestern war dann der grosse Reisetag angesagt: ich bin von Greymouth ueber Westport nach Nelson getrampt. Das waren insgesamt ca. 350 km an der Kueste entlang und quer ueber das Gebirge, die mich 7 verschiedene Fahrer mitnahmen. Darunter war u.a. ein Truckfahrer, der mir viel ueber die Westkueste und die Pancake Rocks und Blowholes erzaehlte, an denen wir vorbeifuhren. Ein nettes einheimisches aelteres Paerchen, 2 Israelis und ein alter Bergarbeiter, der mir u.a. ueber seine Zeit in Deutschland und seinen Rausch auf dem Oktoberfest erzaehlte, waren auch dabei.
Diese Art zu reisen ist sehr angenehm. Man lernt staendig viele neue und v.a. nette Leute kennen, mit denen man nach dem ueblichen Smalltalk auch ueber interessante Themen diskutieren kann.
Nach ca. 7 h erreichte ich mein schoenes Hostel in Nelson,was sich "The Bug" nennt. Hier wimmelt es nur so von Deutschen.

Bleibe noch bis morgen in Nelson, heute ist naemlich Feiertag, und versuche dann am Samstag im Abel Tasman Nationalpark eine Kajaktour zu machen...

Cu

Dienstag, 3. Februar 2009

Christchurch-Greymouth

Da bin ich wieder!

Am Montag gings ganz frueh mit dem Zug los. Nach 2 Stunden Fahrt mit dem Tranzalpin, auf einer der schoensten Strecken der Welt, erreichte ich schliesslich mein Ziel: Arthur's Pass. Gerade angekommen, berguessten mich sogleich ein paar Keas, die bekanntlicherweise eine vorliebe fuer Wanderschuhe haben!

Sehr lustige Zeitgenossen diese Keas, die sehr neugierig sind und alles genaustens untersuchen muessen und staendig ihren Namen rufen.

Nachdem ich den groessten Teil meines Gepaecks beim Department of Conservation(DOC) verstaut, eine Karte ausgeliehen hatte und mich bei ihnen angemeldet habe, nur fuer den Fall der Faelle... gings um die Mittagszeit los. Ein Paerchen nahm mich die 10 km bis zum Startpunkt mit. Nach 6 Stunden Wanderung in einem Flussbett, erreichte ich schliesslich die Huette, die ich ganz fuer mich hatte. Mein Abendessen genoss ich bei einem Lagerfeuer, ansonsten wars ziehmlich langweilig so fern ab von jeglicher Zivilisation...

Den naechten Tag gings wieder 7 Stunden bergab durch ein anderes Flussbett(Decetion River). Der Wanderweg, es ist eigentlich eine Route, war sehr beschwerlich. Man muss stundenlang zwischen grossen Felsbloecken, Geroell und Steinen hin und her springen. Es ist eigentlich unvorstellbar, dass es Leute gibt, die diesen Weg "rennen". Auf dem Rueckweg sind mir einige Sportler begegnet, die fuer das Coast-to-Coast-Rennen trainierten. Diese verrueckte Sportveranstaltung findet in 2 Wochen statt, bei der die Sportler auf dem Weg von Greymouth nach Christchurch 243km mit dem Fahrrad,Kajak und zu Fuss zurueck legen. Meine Wanderroute, die mich 2 Tage gekostet hat (33km in 13 Stunden), ist nur ein Teil dieses Rennens. Manche Sportler brauchen fuer die gesamte Strecke 2 Tage, doch der Rekord liegt bei ca.11h und jeder der es innerhalb eines Tages schafft gilt schon als Held!!! Die spinnen,die Neuseelaender!

Ueber gluecklich erreichte ich schliesslich die Stasse.Endlich festen Boden unter den Fuessen! Nach nur 10 sek nahm mich eine Einheimische mit zu meinem Ausgangspunkt,von wo aus mich wiederum ein paar Australier bis nach Greymouth mitnahmen.

Hier bin ich jetzt in einem der besten Hostels NZ, dass sich Global Village nennt und eher einem Hotel gleich kommt.http://www.globalvillagebackpackers.co.nz/ (der Steffi wuerde es hier besonderst gut gefallen: alles ist hier komplett im Afrika-Style eingerichtet!)

Ich spanne jetzt mal einen Tag aus, bevor es morgen ganz in den Norden der Suedinsel nach Nelson geht.

Bis bald...

(An den Jochen noch schoene Gruesse vom Herrn Rochen! In Oamaru habe ich ein ca.1m im Durchmesser grosses Exemplar im Hafen schwimmen gesehen,doch es wollte einfach nicht anbeissen...)

Sonntag, 1. Februar 2009



Guten morgen,




die letzten Tage waren eher ruhig. Hab erstmal einen Tag in Oamaru ausgespannt, bevor ich am Freitag mit 3 Maedels aus dem Hostel nach Moeraki gefahren bin. Dort gabs die Moeraki Boulders zu bestaunen, mehrere mannshohe Kugeln aus Stein, die vor ca.65 Mio Jahren entstanden sind (fuer Geographen ganz interessant!). Diese sind nicht etwa durch den Wind oder das Meer so kugelfoermig geformt worden, sondern durch einen aehnlichen Prozess wie bei den Muscheln die Perlen entstehen(aber so genau weiss man das noch nicht). Hier ein schoenes Exemplar(leider mit nem Touri drauf):

Anschliessend haben wir wieder ein paar Pinguine und faule Robben gesehen.

Abend bin ich dann noch im Hafen angeln gegangen und hatte nachdem ich erstmal 5 Krebse gefangen habe dann doch noch Erfolg! Allerdings habe ich fuer den grossen Fang nicht mal einen Koeder am Haken gehabt,sondern hab die Angel einfach nur so mal reingeworfen!
Abends musste ich den Erfolg natuerlich ordnungsgemaess mit ein paar Bier im Penguins Club feiern. Dazu gab es einheimische Live-Musik.
Am naechsten Tag gings weiter nach Christchurch,worueber es nicht viel zu berichten gibt: eine haessliche Grossstadt mit 300.000 EW und wenig Sehenswuerdigkeiten...
So und heute geht es endlich wieder in die Berge. Ich fahre gleich mit der Tranzalpin, die einzige Eisenbahn mit Passagieren(!), zum Arthur's Pass.Dort mache ich eine kleine 2-Tages-Wanderung und treffe hoffentlich auf Keas...
Tschoe mit oe(oder eben ohne...)

Mittwoch, 28. Januar 2009

Dunedin - Oamaru

Sers again,

die letzten Tage waren sehr abwechslungsreich:

Am Dienstag hab ich ne "kleine" Radtour unternommen. Der Hinweg auf die Perninsula Island,eine Habinsel vor Dunedin, war recht kurz. Mit einem starken Rueckenwind bin ich die 30 km an der Kueste in nicht einmal 1,5h gefahren. An der Spitze der Insel angekommen wartete eine Albatrosskolonie auf mich,doch mir war der Eintritt zur teuer.Man wird immer zur Kasse gebeten,wenn man etwas "Natur" sehen will! Eine 1 stuendige Tour durch die Seehunde (angeblich haben sie 1228 Junge dieses Jahr) und durch die Kormorane haette auch umgerechnet 20 Euro gekostet. Das ist hier ziehmlich viel fuer eine Fahr mit einem Golfcar. So habe ich mich direkt auf den Heimweg gemacht,ohne irgendwelche aussergewoehnliche Tiere zu sehen. Doch natuerlich hatte ich jetzt Gegenwind! Ich hab ca.6,5h zurueck gebraucht, da der Wind so stark war, dass ich genau so gut haette laufen koennen. Ausserdem musste ich natuerlich den anderen Weg nehmen, die Highcliffroad. Und der Name erklaert eigentlich schon den Weg: es ging ueber saemtliche Berge,u.a. ein 300m hoher Berg fuer den ich 1h bergauf gefahren bin, mit Gegenwind versteht sich! Imerhin habe ich noch ein paar komische Reiher und Enten auf dem Nachhauseweg gesehen...
Voellig am Ende habe ich schliesslich das rettende Hostel um 21 Uhr erreicht!
Aber eigenlich war es doch ein schoener Tag:-)

Gestern habe ich mich dann doch noch entschieden wenigstens die Pinguinkolonie zu besuchen, die nicht so viel gekostet hat. Hab fuer den Hinweg den Bus genuetzt,der die 30 km,die ich an Tag zuvor geradelt bin, nur 1,70 gekostet hat!!! Konnte dann ein paar seltene Gelb-Auge-Pinguine beim Nachmittagsschlaf beobachten:
Ein canadisches Paerchen hat mich dann bis nach Dunedin zurueck mit genommen. Anschliessen haben mich 3 verschiedenen Neuseelaender bis nach Oamaru mitgenommen, u.a ein 60-jaehriger Karatelehrer,der seit 30 Jahren Karate macht und desshalb keine Angst davor hat Tramper mitzunehmen,hat er mir erzaehlt.
Bin jetzt in einem super Hostel(eher ein Haus), das ich mir mit Agra, eine sehr nette Hausfrau und einer Hollaenderin(Astrid) teile. Mit der habe ich gestern noch einen 100m langen Spaziergang zum Stand gemacht, wo gegen 23 Uhr die Zergpinguine an den Stand kommen, um teilweise in ihre Loechern in Hauwaenden zurueck zu kehren und ihre Babys zu fuettern!(keine Bilder,da die Pinguine kein Blitzlicht vertragen) Haette mir die Tour am Vormittag ersparen koennen!

Dere

(Sonstiges: Wenn man den ganzen Tag in englisch redet,daenkt man auch in englisch oder traumt sogar in englisch!!!)

Einen hab ich noch: The Jumping Penguin


Montag, 26. Januar 2009

Dunedin

Bin jetzt in Dunedin angekommen,eine scottische Studenten-Stadt, ganz nach meinem Geschmack.Hab mir fuer heute ein Rad ausgeliehen und werde schauen das mir ein paar Pinguiene,Robben und Seeloewen ueber den Weg laufen. Die verbringen hier ihren Sommerurlaub und ziehen ihre Kids auf.



Noch ein Paar Fotos...




Im nachhinein betrachtet muss man gar nicht um die halbe Welt fliegen um zu wandern, wenn unsere schoenen Alpen doch so nah sind.Der einzige unterschied ist die Vegetation und ein paar Voegel (und die Fjorde natuerlich)

Bye George

Samstag, 24. Januar 2009

Queenstown - Te Anau

Servus alle miteinand,

Nach meinem mehrtaegigen Tripp in der Abgeschiedenheit,hab ich endlich mal wieder einen Internetzugang gefunden! Es gibt viel zu erzaehlen,aber wo soll ich anfangen?

Mein letzter Bericht kam aus Queenstown,wo ich am spaeten Nachmittag noch nach Glenorchy stoppen wollte. Nach nur 15 Min an diesem schoenen Schild(die Gegend heisst uebrigens Paradise und der Name steht schon fuer sich;auch ein Grossteil der Herr der Ringe wurde hier gedreht!), nahm mich ein Neuseelaender,der fuer die Wasserindustrie arbeitete,die 45 km mit. In Glenorchy uebernachtete ich in einen Holiday Park(=Camping Platz) in einem Schlafsaal mit 10 Betten, den ich fuer mich alleine hatte! Dort lernte ich am Abend noch Richard,ein Schotte, und 2 neuseelaendische Kinder, Ben und Brandon kennen, die hier ihren Urlaub mit den Eltern verbrachten(Bild). Ein paar andere lustige Voegel waren auch noch dort....
Am naechsten Tag ging es weiter nach Kinloch mit dem Wassertaxi. Dort war ein wunderschoenes Hostel mit einem Campingplatz direkt am See.Nach einem langen Nachmittagsspaziergang auf den Kiesbaenken des Dart Rivers lernte ich am Abend noch eine "zugreisde" Familie aus Holland kenne, mit denen ich den schoenen Blick auf den See mit einem Lagerfeuer genoss.
Am Donnerstag ging endlich die 3-Tagestour los. In den fruehen Morgenstunden nahm mich ein junges amerikanisches Paar(es ist wirklich schrecklich hier, es gibt nur Paerchen...), die sich verfahren hatten, bis zum beginn des Route Burn Tracks mit. Nach einem 2 stuendigen Marsch erreichte ich schliesslich die Huette an der ich den ersten Tag bleiben musste(auf der anderen Huette war alles schon lange ausgebucht). Dort lernte ich Martin kennen, ein Ulmer, mit dem ich den restlichen Tag auf einer Wanderung in ein abgeschiedenes Seitental verbrachte.Wir waren die Einzigen, die diesen Track machten, den wir sind weder auf dem Hin- noch Rueckweg jemanden begegnet!Der Tag endete dann bereits um 21 Uhr, nachdem mich ein netter Englaender noch auf einen Whisky eingeladen hatte.
Am folgenden Tag ging es dann schon um 8 Uhr weiter. Nach einem 2 stuendigen Aufstieg erreichte ich die Falls Hut von der man einen wunderschoenen Blick ueber das Tal hatte(kann kein Foto mehr hochladen!). Nach weiteren 2 Stunden erreichte ich den Gipfel(Harris Sattle).Von dort aus waren es nur noch 3,5h bis zur naechsten Huette(McKenzies Hut) die mit 12-13 kg Gepaeck nicht ohne sind. Nach einem kurzem Bad im 6C kalten Bergsee gabs Reis mit Beans zum Dinner. Dort lernte ich ein deutsches Paechen(Kathrin uns Steve) kennen, die schon seit 1 Jahr im Auckland lebten und arbeiteten, und mir einiges Interessantes ueber NZ erzaehlten...
Der naechste Tag begann um kurz vor 7,als ich dringend aufs Klo musste und nicht mehr in den Schlafsack zurueck wollte,weil so ein Mief in dem Raum war. Ihr koennt euch gar nicht vorstellen wie sehr 20 Wanderer,die schon seit 2 Tagen nicht mehr geduscht haben, stinken!!!
Also packte ich mein Zeug zusammen und wanderte 4 Stunden ins Tal bis zum Ende(The Divide).Dort angekommen nahm mich nach 10 Min ein Deutscher , der schon 2 Esten im Gepaeck hatte, bis nach Te Anau zu Rosies Backpacker Homestay mit.
Die Rosie war eine nette Hausfrau, die nach dem Auszug ihrer 3 Kinder ihre Zimmer vermietete. Man konnte sich dort wie Zuhause fuehlen und z. B. fernsehen, waehrend Rosie buegelte.

Heute bin ich ausnahmsweise noch einen Tag in Te Anau geblieben und habe mir einen "Wild Life Park" angesehen(sind nur ein paar Voegel drin), um ein bisschen auszuspannen. Morgen gehts dann zur Abwechslung mit dem Bus nach Duniden an die Ostkueste weiter...

See you

Montag, 19. Januar 2009

Queenstown

Dere,

bin gestern in Queenstown im Sueden der Suedinsel gelandet und es gibt net viel zu erzaehlen:
Hab ne neue Frisur,aber ich stelle lieber kein Foto rein, ich sage nur sehr kurz!
Nach einer kalten Nacht im Zelt habe ich heute einiges erledigt fuer die naechsten Tage, dann gehts naemlich erst richtig los:

Heute gehts noch nach Glenorchy,wo ich ein Hostel gebucht habe. Morgen weiter nach Kinloch - noch ein Hostel. Und dann laufe ich eine 3-Tages-Tour, den Route Burn Track, den man ebenfalls im voraus buchen muss,sonst gibts keinen Platz auf den Huetten! Am Samstag bin ich dann in Te Anau bei Rosie's Backpacker Drive,zu dem ich heute per Post den groessten Teil meines Gepaecks geschickt habe...

Machts gut
Bis die Tage

Sonntag, 18. Januar 2009

Good morning,

hab noch kurz Zeit,bevor mein Flieger nach Queenstown abhebt.

Mein "kleiner walk" von gestern wurde zu nem 7-Stunden-Marsch(wie ich es mir schon gedacht habe). Aber die wunderschoene Landschaft um Auckland hat fuer alles entschaedigt.
Die Vegetation ist hier so ueppig und vielfaeltig, dass ich total begeistert bin. Habe schon bereut,dass ich nur einen Tag in Auckland verbracht habe.

Werde die naechsten Tage wahrscheinlich eher nicht zum Schreiben kommen, weil ich ein paar Touren in den Bergen gehen werde.

Sonstiges:
  • Linksverkehr nervt!
  • Ein Fussgaengerampel ist unmoeglich bei gruen zu schaffen,ausser man sprintet
  • fuer alle Allgaeuer: hier gibts auch Kuehe!