Sonntag, 26. August 2012

Vientiane - Pakse - Don Khone(4000 Islands) - Phnom Penh

Von Vientiane habe bin ich mit dem Nachtbus in das ca. 700 km entfernte Pakse, ganz im Sueden von Laos, weiter gefahren. Die Fahrt alleine mit dem "King of the Roads" war ein Erlebnis. Der Bus muss mit durchschnittlich 60 km/h die 11 Stunden durch die Nacht geschossen sein, bei den Strassenbedingungen fast unmoeglich! Gelegentlich wurde man durch die zahlreichen grossen Loecher in der Strasse aus dem Schlaf gerissen, obwohl die Betten eigentlich sehr bequem waren, nur etwas zur kurz fuer europaeische Verhaeltnisse.
Ueber das kleine Staedchen Pakse gibt es eigentlich nichts zu berichten. Jeder weitere Satz waere eigentlich schon zu viel. Allerdings habe ich dort Marie aus Ulm kennen gelernt, mit der ich dann weiter zu den 4000 Inseln gefahren bin. 
Bevor der Mekong von Laos nach Kambodscha weiter fliesst, muss er eine kleine Klippe ueberwinden. Dabei hat sich der Mekong weit verzeigt und zahlreiche kleine Inseln gebildet. Auf einigen groesseren Inseln haben sich Menschen angesiedelt. Vor dieser spektakulaeren Landschaft hat natuerlich der Tourismus auch nicht halt gemacht. Auf den Inseln Don Det, Don Khone und Don Khong sind viele Unterkuenfte und Restaurants entstanden. Mit Marie war ich 2 Tage auf Don Khone, der etwas ruhigeren Insel. Von dort aus kann man die Insel(n) mit dem Fahrrad gut erkunden. Die Hotels befinden sich immer an der Wasserseite, waehrend im Inneren der Insel noch traditionell Reis angebaut wird.
 Die Wasserfaelle sind nicht so spektakulaer wie erwartet, da der Mekong lediglich 5-6m Hoehenunterschied ueberwinden muss. Die Wassermenge (insbesondere in der Regenzeit), die dort hinab stroemt, ist jedoch erstaunlich. Man kann von der Insel auch einen Bootsausflug zu einigen der letzten Mekong-Delphinen machen, der sich anscheinend jedoch nicht lohnen soll, weil man nicht nahe genug heran kommt und nur am Horizont ein paar Flossen erkennen kann. 
Von dort aus bin ich dann wieder mit dem Bus ca. 10 h nach Phnom Penh gefahren. Vor 3 Jahren war ich ja schon einmal hier, jedoch hat sich hier mittlerweile einiges getan. Damals hat mir die Hauptstadt Kambodschas ueberhaupt nicht zugesagt. Inzwischen fahren aber neben den zahlreichen Mopeds auch viele Autos durch die Gegend, was das Verkehrschaos etwas entzerrt. Auch viele grosse Gebaeude sind wie Pilze aus dem Boden geschossen. Jeder hat Arbeit und das Elend auf der Stasse scheint verschwunden zu sein.

Hier werde ich jetzt den Mekong, der mich ueber die letzten 2 Wochen begleitet hat, verlassen und nicht nach Vietnam(Ho Chi Minh) weiter reisen. (Das Visa ist teuer und einen Rueckflug von Vietnam breuchte ich auch noch. In den verbleibenden 10 Tagen koennte ich auch nur noch einen Teil der Kueste sehen. Vielleicht wird Vietnam ein Ziel meiner naechsten Reise....)
Statt dessen fahre ich an die Kueste Kambodschas, um noch ein bischen Sonne, Strand und Mee(h)r zu geniessen:-)





Montag, 20. August 2012

Luang Prabang - Vang Vieng - Vientane

Hier zum Anfang mal ein lustiges Bild. So decken Moenche ihr Dach ihres neuen Tempels. Sie hatten dabei viel Spass, wie man unschwer erkennen kann....
Einen weiteren Tag in Luang Prabang nutze ich dazu, um die Wasserfaelle zu erkunden. Neben Kathrin und Wanja waren noch ein australisches und isrealisches Paar dabei. Die in der Trockenzeit blauen Wasserfaelle waren, nachdem es fast die ganze Nacht durch geregnet hat, braun und reissend. Trotzdem hatten wir viel Spass uns in die Fluten zu stuerzen, ob mit einem Seil oder von einigen niedrigen Plateaus.

Weiter ging es dann in die verrueckte Stadt Vang Vieng. Am ersten Tag erkundeten Kathrin, Wanja und ich ein paar Hoehlen. Sie waren zwar nicht so gross wie die noerdlich von Pai, aber dennoch interressant. In eine konnte man sogar nur mit einem Reifen gelangen. Man musste sich an einem Seil entlang ziehen und bei der Rueckfahrt konnte man sich einfach treiben lassen.

Am zweiten Tag ging es zum Tubing. Die Kleinstadt, in der wahrscheinlich mehr Touristen als Einwohner sind, ist fuer dieses Vergnuegen bekannt. Man leiht sich einen Reifen aus, laesst sich mit einem Tuk Tuk etwas flussaufwaerts bringen und faehrt dann den Fluss wieder bis in die Stadt hinab. Auf dem Weg kommt man an zahlreichen Bars vorbei.... Wir haben uns der ganzen Party jedoch etwas entzogen und nur in der ersten und letzten Bar einen kurzen Stop gemacht. Uns ging es mehr um die lustige Fahrt durch eine wunderschoene Landschaft als um die Party. Die Stroemung des Flusses ist zur Regenzeit durchaus sehr stark, weshalb es auch zu einigen kleinen Unfaellen kam, die aber eher auf dem uebermaessigen Konsum von Alkohol und die Bloedheit einiger Touris zurueckzufuehren ist!
Abends trafen sich dann alle Betrunkenen in der beruehmten Bucketbar, um weiter zu feiern. Hier ein Bild vom Limbo....

Fuer mich ging es dann weiter nach Vientiane. In der Hauptstadt gibt es allerdings nichts Besonderes und ich werde heute Abend noch einen Bus nach Pakse nehmen. Dorthin wollte ich eigentlich mit verschiedenen Booten gelangen. Leider ist der Mekong als urspruenglicher Haupttransportweg  von der Strasse abgeloest worden. Zu meinem Entsetzen faehrt hier kein Boot mehr auf dem grossen Strom. Die einzigen Boote, die wir bisher in Luang Prabang getroffen haben, wurden zu Touristentransportschiffen umfunktioniert....

Bis bald
Georg



Mittwoch, 15. August 2012

Chiang Sean - Ching Khong - Pak Beng - Luang Prabang

Am Sonntag morgen erreichte ich endlich den Mekong in Chiang Sean mit einem oeffentlichen Bus. Jetzt konnte die eigentliche Reise beginnen, da ich die vorrigen Staedte bereits beide kannte.

An diesem Tag war der Geburtstag der Koenigin. Aus diesem Grund fand abends ein grosses Fest am Mekong statt. Es gab eine Buehne mit Livemusik, die durchaus mit einer Nebenbuehne von Rock im Park mithalten konnte.

Am naechten Morgen versuchte ich ein Boot nach Chiang Khong zu bekommen, doch weil ich der einzige Gast war, wollte sie sehr viel Geld von mir und ich entschied mich fuer den Minibus. Fuer die knapp 50 km brauchte ich allerdings einen ganzen Tag, weil ich irgendwo im Niemandsland einmal umsteigen musste und der Busfahrer erst weiter fahren wollte, wenn er genuegend Kunden hatte. Wir warteten 3 Stunden auf Kundschaft, doch es kam niemand! Irgendwann sagte er dann: Ok, we can go!

In Chiang Khong blieb ich dann eine Nacht und lernte dabei Kathrin aus Mainz kennen, mit der ich die naechten Tage reisen sollte, und einen netten Australier. Bei einem leckeren Abendessen amuesierten wir uns praechtig. Mein Guesthouse war ausnahmsweise auch sehr cool und hatte sogar einen Swimmingpool.

Am Dienstag ging es dann endlich den Mekong hinunter. Nachdem ich die Grenze nach Laos passiert hatte, traf ich erneut auf Kathrin und wir entschieden uns zusammen nach einem Slowboot zu suchen. Von meinem urspruenglichem Plan mit dem Speedboot zu fahren, rieten mir einige Thais entschieden ab. Wir waren allerdings bei weitem nicht die Einzigen, die nach Luang Prabang mit dem Boot fahren wollten! Insgesamt starteten an diesem Tag 3 Boote mit je ca. 60 Personen. Bei dieser 2-Tages-Tour verbringt man eine Nacht in Pak Beng. Am ertsen Tag fuhren wir 6 Stunden und am zweiten Tag noch einmal 8 Stunden. Die teilweise noch ganz urspruengliche Vegetation war sehr beeindruckend, genauso wie die zahlreichen kleinen Doerfer, an denen wir vorbei fuhren.

Gestern abend ereichten wir dann schlussendlich Luang Prabang. Diese Stadt ist so gegensaetzlich zu den erlebten Staedten der letzten Tage. Es gibt hier wirklich alles und wimmelt nur so von Touristen! Dennoch macht diese Stadt einen netten Eindruck, der sich heute bei einer Radtour bestaetigte. Auf die zahlreichen Touriprogramme werde ich allerdings nicht eingehen.

Uebrigens in 5 Tagen Thailand hat es nur einmal 30 Minuten geregnet. In den letzten 2 Tagen in Laos hat es hingegen schon oefters kurze Schauer gegeben.



Samstag, 11. August 2012

Bangkok - Chiang Rai - Chiang Seam

Der dreizehnstuendige Flug von Muenchen nach Bangkok machte einen kurzen Zwischenstop in Dubai. Endlich in Bangkok angekommen, ging es mit der S-Bahn und nem Tuk Tuk in die Naehe der Kaosan Road. Dabei lerte ich den Schweizer Johannes kennen mit dem ich auch die folgenden 2 Abende verbrachte. Wir schlossen uns allerdings nicht den sonstigen partysuechtigen Volk an und gingen lieber gemuetlich zum Essen. Ansonsten stand shopping auf dem Programm! Ich bin naemlich mit fast leeren Rucksack angereist und musste mich deshalb erstmal mit Klamotten eindecken.Nach 2 Tagen hatte ich alles erledigt und nahm einen Nachtbus nach Chiang Rai, um dem Grossstadttreiben zu entkommen.

Ich haette lieber im Vorraus einen Billigflug buchen sollen, den die 10 stuendige Fahrt im VIP-Bus kostete nicht nur Nerven, sondern auch tatsaechlich mehr als der Flug mit AirAsia.In Chiang Rai ging es schon gemuetlicher zu und ich verbrachte den Tag mit einer Radltour durch die Stadt. Der Achter im Hinterreifen wurde allerdings mit der Zeit immer groesser und bevor sich mein Fahrrad ganz verabschieden wuerde, gab ich es lieber zurueck. Auf dem mir bereits bekannten Nachtmarkt konnte man gut essen und nochmals shoppen. Am Abend lernte ich in einer Bar mit Livemusik einen netten Franzosen kenne, der sogar gut englisch sprechen konnte - ja, die gibt es wirklich!

Heute morgen ging es dann weiter mit einem oeffentlichen Bus nach Chiang Saen an den Mekong. Von hier aus versuche ich nun mit einem Boot nach Chiang Khong zu gelangen, um von dort mit einem Boot die Grenze nach Laos zu ueberqueren und schlussendlich nach Luang Prabang zu gelangen....



Melde mich dann wieder. Bis bald. LG Georg

Samstag, 11. Juli 2009

Trat - Kho Mak - Bangkok


Meine Reise ist am Ende :-( und ich melde mich ein letztes Mal von Bangkok, von wo aus ich heute wieder in die Heimat fliege. Dabei wird lustigerweise mein Nachbar (Andre Hartmann) und seine Freundin neben mir im Flieger sitzten....
Doch der Reihe nach: bin von der Insel Koh Chang erst mal wieder aufs Festland nach Trat. Musste von dort aus einen Visa-Run machen, weil ich zuvor ueber den Landweg eingereist bin und somit nur ein 15-Tages-Visa erhalten habe. Also einmal mit dem Bus zur Grenze nach Kambodscha, ein Batzen Geld dort lassen, das offensichtlich in die Taschen der Grenzbeamten gewandert ist, wie sonst lassen sich die zahlreichen Goldringe und Armbanduhren erklaeren, und zurueck. War noch 2 Tage in der Kleinstadt Trat(20 000) auf dem Lande. Hier gab es guenstiges und leckeres Seafood. Von dort aus gings dann mit dem Speedboot nach Koh Mak. War echt eine kleine und wunderschoene Insel, genau richtig um die Reise ausklingen zu lassen. Im Holdiday Beach Resort war ich mal wieder der einzige Gast. Es kamen allerdings einige Gaeste zum Essen da die Koechin, meine Wirtin, wohl auf der Insel bekannt fuer ihre Kochkunst ist. Habe mich bei der Familie sehr wohl gefuehlt. Die 5 Tage gingen sehr schnell rum, wobei ich meine Zeit mit Kanufahren, Schnorcheln, Rad- und Rollerfahren oder einfach nur Faulenzen verbracht habe. Mit Pom und seinen Angestellten habe ich jeden Abend Fussball gespielt. Dabei konnte ich mein ganzes fussballerisches "Koennen" mal wieder unter Beweis stellen! Aber die Thais waren auch nicht besser oder hat jemand schon mal was von der thailaendischen Fussball-Nationalmannschaft gehoert?
Hab mich auf jeden Fall dort sehr wohl gefuehlt und die Gastfamilie wollte mich am Ende gar nicht gehen lassen. Zum Abschied haben wir noch alle zusammen gegessen und anschliessend ein Feuer am Strand gemacht....
Bin gestern nach Bangkok gefahren und heute gehts auch schon wieder nach Hause....


Fazit:

Thailand ist echt ein sehr schoenes Land. Das Reisen ist sehr einfach und die Verkehrsmittel guenstig - so wie fast alles in Thailand. Die thailaendische Kueche ist meist frisch und einfach lecker. Das Land ist auch sehr abwechslungsreich mit den langgezogenen Kuesten und zahlreichen Inseln mit Traumstraenden, sowie den Bergen mit Dschungel und Hoehlen im Norden. Auf jeden Fall ne Reise wert....

So jetzt freue ich mich schon wieder auf Zuhause und hoffe, dass der Vogel noch gut landet:-)

Montag, 29. Juni 2009

Battambang - Koh Chang - Koh Wai


In Battambang gabs nicht viel zu sehen, allerdings waren dort dementsprechend auch weniger Touristen unterwegs und die Einheimischen daher auch wesentlich freundlicher. Die hatten nicht die $-Zeichen in den Augen, wie einige in Siam Reap. Nachdem ich den letzten Monat im Hinterland mit den Bergen und Dschungel verbracht habe, hat mich dann die Sehnsucht nach Insel, Strand und Meer geplagt....





Fazit: (war nur 1 Woche dort)
Kambodschad ist echt ne Reise wert und die Tempel von Angkor Wat sind sehr erstaunlich. Allerdings sind die Grossstadte sehr anstrengend, denn als Touri wird man foermlich gejagt. V.a. die Rikschafahrer gehen einem gewaltig auf die Nerven, denn man kann sich keine 50m bewegen, ohne von einem angesprochen zu werden. Wenn man dann hoeflich und freundlich ablehnt, folgen sie einem und versuchen doch noch ihr Geschaeft zu machen....
Die laendliche Gegend hingegen ist sehr schoen und die Kamboschianer sind ein sehr freundliches Volk, trotz der schrecklichen Vergangenheit. Die Guest Houses sind eher bessere Hotels und sehr komfortabel ausgestattet. Preislich in etwa mit Thailand zu vergleichen.




Bin von Battambang ueber die Grenze nach Thailand gefahren und bis auf die Insel Koh Chang weiter. Diese liegt ganz im Suedosten von Thailand. Dort habe ich ein paar Naechte in unterschiedlichen Bungalows am Lonley Beach, White Sand Beach und Bai Lan Bay verbracht. Bin dann auf ein Schnorcheltrip gewesen, um mir die kleineren Inseln anzuschauen und habe dabei 2 Naechte auf der Insel Koh Wai verbracht. War fast ein bischen zu einsam als einziger Gast im Paradies! Naja mit ein bischen "wandern", schwimmen und einem guten Buch laessts sich schon aushalten:-)

Sonntag, 21. Juni 2009

Phnom Penh - Siam Reap - Battambang

In Phnom Penh(2 Mio EW; 500.000 Rollerfahrer) habe ich es nicht lange ausgehalten. Grossstaede sind ja eh nicht mein Fall - auf die paar "Sights" kann ich gut verzichten - aber hier habe ich mich besonders unwohl gefuehlt. Das Luxushotel war zwar sehr teuer, aber das Personal auch sehr aufdraenglich. Sie wollten einem alles verkaufen: Frauen, Drogen,Waffen .... Ein Angebot weckte mein besonderes Interesse. Man beachte das Schild in der Hotellobby (Foto): 1 Handgranate fuer 20 U$! Konnte der Versuchung fast nicht widerstehen.
Also habe ich am naechsten Tag um 6 Uhr das Hotel fluchtartig verlassen und bin mit dem ersten Bus nach Siam Reap gefahren(6h). Die Strassen sind gar nicht so schlecht, wie jeder erzaeht. Kein Vergleich zu Sumatra....

In Siam Reap habe ich dann schlussendlich ein sehr schoenes Guesthouse gefunden, mit lustigem und nettem Personal. Ein Schild wies ausdruecklich darauf hin, das hier Handgranaten verboten sind - puh! Bei einem Besuch auf dem Nigth-Bazar hab ich mich von Dr. Fish behandeln lassen. Die Fische fressen einem nur die tote Haut weg. Sehr witzig.
Am naechsten Tag ging es dann mit dem Fahrrad zu den Tempelanlagen von Angkor Wat. Echt gigantisch was die Khmer vor ueber 1000 Jahren dort errichtet haben. Die zahlreichen, weit verstreuten Tempel - konnte gerade mal Angkor Wat, Bayon und noch ein paar kleine Tempel am ersten Tag abfahren - sind echt ein Wunder. Allerdings sind viele Tempel zerstoert worden und das Klima und die Vegetation leistet ihren Beitrag dazu. Die Restaurierung geht nur sehr schleppend voran....

Brauchte dann erstmal nen Tag Pause, wobei ich mir das War Museum angesehen habe. Dort wurde mir die Kriegsgeschichte der letzten Jahrzehnte von Zeitzeugen erzaehlt, wobei Kambodscha schon eine wesentlich laengere aufzuweisen hat! Hier eine kurze Zusammenfassung der letzten Jahre:
1970-75 bombadierten die Amis Kambodschad "ausversehen"! Danach kamen die Roten Khmer an die Macht und vertrieben die Bevoelkerung aus den Staedten(Phnom Penh hatte nur noch 20.000 EW), um sie zur Zwangsarbeit auf dem Land zu zwingen. Ca. 1-2 Mio Menschen starben aus Hunger, Krankheit, der harten Arbeit und Verfolgung(v.a. Oberschicht) ! Erst 1998 endete die Schreckensherrschaft der Roten Khmer und der folgende Buergerkrieg. Dabei hatte sich die Armee in den Nordwesten zurueckgezogen und das gesamte Gebiet strategisch mit Millionen von Landminen abgesichert. Noch heute sterben daran taeglich Menschen und man trifft immer wieder auf Kinder, denen Gliedmassen fehlen! Habe auch noch das Landmine Museum besucht....
Im krassen Gegensatz dazu steht das heutige Siam Reap: die Touris sitzen in der Pubstreet, hauem sich die Baeuche voll und werfen mit den Dollars nur so um sich. Die einheimische Bevoelkerung erfeut sich ueber den Geldregen, ohne die negativen Erscheinungen des Tourismus zu realisieren, doch wenn dir neben dem ueblichen Angebot auch noch Kinder fuer "Bum Bum" angeboten werden, sollte man sie spaetestens realisieren....

Mit nem TukTuk habe ich mir am 2.Tag die weiter entfernten Tempel Ta Prohm, Banteay Srei,... angesehen. Allerdings gingen mir die vielen Touris(Nebensaison!), v.a. Japaner, und die Kinder, die einen foermlich jagen, um ihre Souvenirs zu verkaufen, total auf den Sack. Es faellt einem jedoch sehr schwer den lieben Kinderaugen zu wiederstehen und so habe ich natuerlich gut eingkauft. Am Ende haette ich selbst einen Stand aufmachen koennen. Man muss dazusagen, dass die Kinder von ihren Eltern dort hingebracht werden und so fuer das Familieneinkommen sorgen. Uebrigens ein Polizist verdient hier 17,5 Euro (ohne Nebeneinkuenfte!) und ein Lehrer schon doppelt so viel, im Monat wohl gemerkt!

Bin dann gestern mit nem Boot vom Siam Reap nach Battambang gefahren. Eine unvergessliche 7-stuendige Reise: wir sind ueber den Tonle Sap See gefahren, eines der fischreichsten Gewaesser der Welt, und einen langen Fluss aufwaerts. Dort liegen einige Kleinstaedte direkt auf dem Wasser gebaut! Es gibt fahrende Haendler, Restaurants, "Tankstellen",.... und man kann sogar mit dem Haus umziehen. Auf dem Foto kam uns grad eines entgegen. Endlich wieder Rechtsverkehr....

Sonntag, 14. Juni 2009

Mae Lana - Nam Rin - Fang - Chiang Rai

Extreme Caving in Cave-Wonderland war angesagt:
Mae Hong Son war mein noerdlichstes Ziel und liegt kurz vor der Grenze zu Birma. Dort musste ich umdrehen und es ging wieder zurueck. Nach nur 1 h mit dem Bus bin ich bei einem der vielen militaerischen Checkpoints ausgestiegen und ins naechste Dorf gelaufen. (Wollte einem Tip vom Stefan folgend, doch ich hatte die genaue Wegbeschreibung nicht mehr im Kopf!) Bin dann in Mae Lana gelandet, was sich als Gluecksgriff herausstellte. Das kleine Bergdorf hatte zufaellig ein Guesthouse mit sehr schoenen Bungalows. Hab mir dann 3 der zahlreichen Hoehlen angeschaut. Die ersten 2 (Coral + Diamond Cave) waren recht kleine Hoehlen (1 km) und an einem Nachmittag mit einem Guide leicht zu "erforschen". Zum Glueck hatte sie nur Hoehenangst und keine Hoehlenangst! Es gab Tropfsteine in allen nur erdenklichen Farben und Formen zu bewundern.
Am 2.Tag stand dann die etwas groessere Hoehle Mae Lana Cave (12km !!!) auf dem Programm. Diese ist etwas schwieriger zugaenglich und ohne Guide unmoeglich zu durchwandern. Nachdem wir 2 h einem Fluss folgend in die gigantische Karsthoehle geklettert sind, machten wir Mittagspause an einem Wasserfall. Wir waren 6 km mitten in einem riesigen Berg und haben zahlreiche gigantische Dome passiert. Echt unvorstellbar und mit Worten nicht zu beschreiben. Der Rueckweg dauerte nur noch 1,5 h und ich war dann froh, wieder das Tageslicht zu erblicken. Da unten sollte einem nichts zustossen, ansonsten hat man ein Problem!
Den Nachmittag verbrachte ich dann mit Ampha, der Besitzerin des Garden Guest House, beim Marmelade kochen. Der Pancake zum Fruehstueck mit Erdbeermarmelade hat mich stutzig gemacht. Es gibt hier nirgendwo Erdbeeren, aber hunderte von Mangos fallen auf den Boden und verfaulen! Hat sich herausgestellt, dass sie keine Ahnung haben wie man Marmelade herstellt und diese extra fuer den einen Touri in der Woche teuer aus Chiang Mai kaufen. Hoffe, sie hat es jetzt gelernt.
Hab dann am naechsten Tag doch noch die empfohlene Lisu Lodge im Dorf Nam Rin gefunden. Konnte allerdings, in der von dem deutschen Rudi und seiner thailaendischen Frau Amee geleiteten netten Bungalowanlage, nur einen Tag bleiben. Eine kleine Wanderung in das benachbarte Lisu-Bergdorf ging sich noch aus.
Dann wollte ich mit dem Bus weiter ueber Pai bis nach Chiang Rai. Nach 7 h Busfahrt hatte ich aber genug, und so verbrachte ich meinen Puffertag in Fang. Dort hat es anscheinend noch nie einen Touri hin verschlagen, so wie die mich allen angeschaut haben. Es gibt dort auch nichts zu sehen. Hatte aber Glueck und es war grad eine Art Jahrmarkt in der Stadt. Die ganzen Fahrgeschaefte waren allerdings leider nicht fuer meine Altersklasse ausgelegt! Das einzige was fuer mich uebrig blieb, war das Dosenschiessen. Der in die Jahre gekommene Baseballer wollte es den Thais mal zeigen, wie man alle abraeumt.... Doch bei 3 Wuerfen habe ich sage und schreibe keine einzige Dose getroffen! Die Dosen waren ja auch ganze 3 m weg, und die Baelle und der Wind,.... Hab mich zu tode geschaemt und voellig frustriert meinen Trostpreis-Schockoriegel hineingemampft:-( Auch ein paar Raupen und ne Made habe ich probiert, aber an die Froesche und Kakerlaken habe ich mich nicht ran getraut!
Heute gings dann weiter nach Chiang Rai und nach 4 mal Umsteigen war ich dann endlich da. Werde von hier aus am Dienstag ueber Bangkok nach Phnom Pen (Kambodia) weiter fliegen. Von dort aus werde ich mit dem Bus nach Siam Reap fahren, um mir die Tempelanlagen von Ankor Wat anzusehen....

Dienstag, 9. Juni 2009

Pai - Mae Hong Son



Die Regenzeit hat mich eingeholt! Nachdem das Wetter in den vergangenen Wochen meistens ganz gut war, erschwert der Regen zur Zeit die Tagesplanung. Der erste Tag in Pai war aber noch sehr gut und der Waliser Tom und ich konnten von der schoenen Gegend noch einiges besichtigen. Zuerst gings in einen Canyon, dessen Auswaschungen aus dem roetlichen Sandstein waren aber nicht besonders. Anschliessend genossen wir sichtlich ein Bad in einem Wasserfall:-) Danach fuhren wir mit dem Roller zu einer der heissen Quelle, aber das Wasser war einfach zu heiss. Den Hinweis des Schildes sollte Mann umbedingt beruecksichtigen! Wir haben es dann bevorzugt noch ein weiteres Bad im oeffentlichen Pool zu nehmen ....

Die anderen 2 Tage waren - wie gesagt - vom Regen bestimmt: viel lesen, essen, lesen und schlafen ....

Bin dann alleine nach Mae Hong Son weiter gefahren; Tom musste wieder nach Chiang Mai zurueck. Habe heute ein kleines Dorf besucht in dem das sog. Long-Neck-Volk lebt. Dieses wurde von Birma vertrieben, weil man es dort nicht haben wollte. Die Thais wollten es jedoch auch nicht, bis man entdeckt hatte, das man damit Geld machen kann (Touristen)! Die Stammesangehoerige leben also heute in einem grenznahen Gebiet zu Birma, jedoch auf der thailaendischen Seite und sind sozusagen eingesperrt. Bevor man das Dorf betreten kann, wird man zur Kasse gebeten und ich wette, die Dorfbewohner sehen davon keinen Cent! Naja, auf jeden Fall sehen diese, auch als Giraffen-Menschen benannten Bewohner, echt merkwuerdig aus. Weiss nicht, ob das gesund ist....



Hier noch ein Blick auf die Stadt Mae Hong Son. War mal wieder in nem Tempel und habe so langsam genug davon gesehen.






Wenn man mit nem Auto oder Roller in Thailand unterwegs ist, sollte man eines umbedingt nicht vergessen : hier herrscht Linksverkehr:-!

Mittwoch, 3. Juni 2009

Chiang Mai - Pai


Der Nachtmarkt von Chiang Mai ist echt riesig. Neben dem grossen Angebot an Kleidung, Schmuck und sonstigem Krempel gibt es auch viel zu Essen. Ausserdem laufen,wie ueberall, die zahlreichen Massagesalons auf Hochbetrieb:-) Wenn man denkt, dass man endlich das Ende erreicht hat, dann geht eine Strasse weiter der Thaimarkt weiter.
Bei dem Angebot an Restaurants ist mir eines besonders aufgefallen: das "German Hofbraeuhaus" (man beachte v.a. die Thai im Dirndl). Hab mich bei einer 8-koepfige deutsche Reisegruppe, die gerade das Wirtshaus verlassen hatten, nach dem Essen erkundigt. "Es ist sehr gut, v.a. das Preis-Leistungs-Verhaeltnis stimmt..." !!! - Wo in Thailand stimmt das nicht? Wenn man eine "Rolex" fuer 5 Euro kaufen kann und diese dann nach 7 Tagen kaputt ist, dann stimmt dieses immer noch. Hab mir dann auf jeden Fall mal die Speisekarte angesehen, um die Verbrechen an der bayerischen Kochkultur genauer zu begutachten: z.B."Kaesspatzen mit Champignonsosse ueberbacken"!? Die Preise waren auch recht saftig (zwischen 3 und 5 Euro) und somit das teuerste Essen, das ich gesehen habe. Naja, was soll man noch zu diesen dummen deutschen Touristen sagen. Sie reisen tausende von Kilometern, um dann die gute "bayerische Kueche" zu geniessen. Hoffe, dass sie sich den Magen an der Schweishaxe verdorben haben....

Hab dann am naechsten Tag einen weiteren Tempel besucht. Mit dem Roller (bestes Verkehrsmittel, um sich Thailand anzusehen) ging es auf einen nahe gelegenen Berg. Man hatte von diesem schoenen, grossen Tempel einen guten Blick ueber Chiang Mai und die Umgebung.

Abschliessend habe ich noch einen Thai-Kochkurs besucht. Zuerst ging es auf den Markt, um frisches Obst, Gemuese und Kraeuter einzukaufen. Unser Kochmeister erteilte uns (2 Irinnen waren noch mit von der Partie) eine Lektion in Sachen Kraeuterkunde und regionalen Produkten. Dann gings an die Woks. Jeder von uns bereitete 5 Mahlzeiten zu, die wir uns vorher aussuchen konnten. Habe mich fuer einen Salat, Suppe mit Shrimps, Fruehlinsrollen, gelbes Curry und Huehnchen Suess-Sauer entschieden. Was wir da zusammen gekocht haben, sah nicht nur vorzueglich aus, sondern schmeckte auch genial. Habe in den vorraus gegangenen 2 Wochen nur selten so etwas gutes bekommen, obwohl ich mich fast ausschliesslich von der "Strasse" ernaehrt habe, um der wirklichen Thai-Kueche naeher zu kommen.



Bin dann mit dem Minibus weiter in die Berge nach Pai gefahren. Habe dabei den Waliser Tom kennen gelernt, mit dem ich mir ein Bungalow teile (es hat jeder sein Zimmer mit eigenem Bad). Gestern haben wir einen Tagesausflug zu einem Wasserfall, Canyon, heissen Quellen, etc. unternommen. Meht davon im naechsten Blog....