Montag, 27. April 2009

Banda Aceh - Sabang(Iboih) - Banda Aceh

Sers,

der Nachtbus von Medan nach Banda Aceh war ein Erlebnis der besonderen Sorte : ich hatte das Vergnuegen in der ersten Reihe zu sitzen. Durch die doofe Klimaanlage habe ich wie immer gefrohren und wollte eigentlich nur schlafen, da man bei dem Fahrstil lieber die Augen geschlossen halten sollte! Doch der Schlaf wurde ausserdem durch das Gehupe des Fahrers gestoert - Italien ist ein Witz dagegen - und wenn man nicht alle 10 Sekunden die Hupe hoert, muss der Busfahrer wohl eingeschlafen sein.

Auf jeden Fall bin ich dann gleich weiter nach Sabang gefahren, eine ganz im Norden von Sumatra gelegene Insel. Hab dort u.a. den "Point Zero" besucht, praktisch den Kilometer 0 von Indonesien und noerdlichsten Punkt. Ansonsten stand mal wieder das Tauchen im Mittelpunkt. Da sich hier kaum eine Menschenseele her verirrt, ist die Unterwasserwelt noch voll intakt. Z.B. einem grossen Tunfisch stand ich Auge in Auge gegenueber. Ganze 5 Tage habe ich es auf der Insel ausgehalten und mich dabei von Mamamia bekochen lassen. Diese ca. 70-jaehrige Frau konnte ausgezeichnetes local food kochen (beispielsweise Reis mit Fisch in Curry Sosse).
Untergebracht war ich bei Fathima in einen Bungalow direkt am Strand, besser gesagt ueber diesem.

Bin dann gestern wieder mit der Faehre nach Banda Aceh zurueck gefahren und wohne jetzt bei Onkel Abdul in seinem Guest House. Dieser hat mir als Zeitzeuge(ist hier quasi jeder) des Tsunamis vom 26.12.2004 sehr viel erzaehlt. Bei ihm wohnen z.B. seine beiden Enkelkinder, die ihre Eltern bei dieser Katastrophe verloren hatten. Nach den Angaben der Einheimischen sind alleine hier ca. 48.000 bis 50.000 Menschen gestorben. Eine unvorstellbare Zahl! Das Epizentrum lag nicht weit weg von hier und so erreichten die 3 grossen Wellen Banda Aceh als erstes, nachdem zuvor die Erde fuer 4 Minuten gebebt hatte. Dank der Hilfe von zahlreichen Organisationen (hier waren v.a. Amerikaner, Deutsche und Japaner taetig, die allerdings auch wirtschaftliches Interesse hatten!) ist allerdings wenig von den Folgen zu sehen. Die Stadt an der Kueste ist fast vollstaendig wieder aufgebaut worden und nur noch einzelnen Mahlmale erinnern daran (grosses Boot 4 km Inland!) . Man merkt deutlich, das hier Hilfeleistungen angekommen sind, jedoch ist mir der Verteilungsschluessel nicht ganz klar geworden. Zum Einen soll die Regierung ca. 40% fuer sich behalten haben und zum Anderen wurden die restlichen 60% ungleichmaessig verteilt: man kann sehr vielen Neubauten sehen, die sicher viel schoener als zuvor sind, aber genauso stehen daneben wieder einige Wellblechbaracken. Auch einige dicke Autos fallen auf! Die Zahl der Einwohner ist wieder bei ca. 250.000, da die indonesische Regierung viele Menschen von der ueberbevoelkerten Insel Java (insbesondere der Hauptstadt Jakarta) hier ansiedelte, um auch den Aufbau der Stadt zu foerdern.

Werde morgen nach Takengon weiterreisen. Dort werde ich mir das Gebirge (auf ca. 2000 m) anschauen und ein paar alte Vulkane besuchen. Hoffe auch ein paar Orang-Utans im Dschungel zu sehen. Eine weitere Station wird der Lake Toba sein, ein Kratersee mit einer Insel in der Mitte....

Montag, 20. April 2009

George Town - Medan (Indonesien) - Aceh

Helo,

nachdem ich das Wochenende die Zeit totschlagen musste, um am Montag die Faehre nach Medan (4 Mio EW-Stadt auf Sumatra) nehmen zu koennen, kann es endlich weiter gehen.

Hab mich in George Town mit der Schweizerin Aurelia, die ich zuvor in den Cameron Highlands kennen gelernt hatte,wieder getroffen. Wir waren abends lecker indisch Essen, und haben uns tagsueber die Stadt auf eigene Faust angeschaut. Doch dort gab es nicht besonders viel zu entdecken, ausser einigen Hochhaeusern, Chinatown und Little India. Da hier alles so billig ist, hab ich mich mal professionell rasieren lassen.

Fazit:

Die 2 Busfahrten quer durchs Land haben ein ganz guten Eindruck von der Landschaft gegeben: flache Kuesten mit schoenen kleinen Inseln und etwas gebirgiger in der Mitte mit viel Regenwald, der teilweise der Agrarwirtschaft oder dem Tourismus weichen muss!
Insgesamt war Malaysia recht guenstig. Um mal ne Orientierung zu haben: Malzeiten gabs teilweise unter 1 Euro, fuer ne Uebernachtung in nen Einzelzimmer habe ich nie mehr als 5 gezahlt! Der Alkohol ist aber vergleichsweise teuer(1,50) und so gabs nie mehr als 2 Bier am Abend.

Jetzt freue ich mich auf Indonesien, da der Eindruck vom gestrigen Tag schon mal sehr gut war. Die Grossstadt(Medan) ist zwar ziemlich chaotisch (Verkehrsregeln gibts hier nicht), laut und stinkt noch mehr als in Malaysia, aber ich glaube das kann ganz lustig werden.... Die Kanalisation verlaeuft wieder oberirdisch und Dusche und Toilette sind untrennbar miteinander verbunden (Klopapier gibts wie immer auf Nachfrage und fuer die Spuelung muss man Wasser nachschoepfen). Bin hier im besten Hostel abgesiegen und die Nacht im Einzelzimmer kostet keine 2,50 Euro und dann schaut man auch mal darueber hinweg, wenn man in Juve-Bettwaesche schlafen muss....
Heute Nacht gehts ganz in den Norden nach Aceh weiter.

Ach uebrigens, ich war grad mal wieder nach 3 Monaten beim Friseur. Welch ein Experiment, wenn keiner Englisch spricht:-) Hat sie dann
aber doch ganz gut hinbekommen! Fotos gibts leider keine(funktioniert hier irgendwie nicht)....

Freitag, 17. April 2009

Tanah Rata - Perhentian Island(Cecil) - Penang

Hallo zusammen,

am Ostermontag haben wir noch nen kleinen Walk durch die Cameron Highlands unternommen, doch ausser ein paar uebergrossen Tausendfuesslern gabs kaum Tiere zu sehen. Der Weg durch den Dschungel war aber schon sehr schoen und nach 5 Stunden ueber Stock und Stein waren wir am Ende des Tracks. Kaum hatten wir eine Fuss aus dem Wald gesetzt, fing es auch schon an heftig zu regnen (im April gibt es hier 23 Regentage!). Trotz Unterstand wurden wir ziemlich nass bei dem Versuch unser Hostel zu erreichen. Der Regen war so stark, dass es teilweise zu kleinen Erdrutschen gefuehrt hatte. Bestes Beispiel dafuer war die unserem Hostel angeschlossene Dschungelbar(Foto), die erstmal schliessen musste.

Weiter gings zu den Perhentian Island. Wir entschieden uns fuer die kleinere der beiden Inseln (Cecil) und uebernachteten am Mira Beach ganz im Sueden der Insel. Das kleine Resort lag ganz abgeschieden in einer eigenen Bucht und ausser uns waren noch 7-9 Gaeste dort. Neben den schoenen kleinen Bungalows, dem abgelegenen einsamen Sandstrand, den guten Schnorchelbedingungen war das Essen hervorragend. So verbrachten wir 3 Naechte dort,
wobei uns der Regen anscheinend verfolgte. Am ersten Tag, der gleichzeitig Jochen's Geburtstag war, haben wir einen kurzen Spaziergang zur Coral Bay und Long Beach unternommen. Dabei haben wir sofort festgestellt, wie schoen es eigentlich in unserer Bucht war, den an diesen beiden "Orten" waren zahlreiche Touristen in den verschiedenen Appartments untergebracht und ein Restaurant folgte dem anderen....


Am naechsten Tag musste ich mir die Insel umbedingt von unten anschauen und ging mal wieder auf Tauchstation. Da mein Tauchpartner ein blutiger Anfaenger war, hielt sich das Vergnuegen allerdings in Grenzen. Er hatte keine Kontrolle ueber seine Ballance und beschaedigte so zahlreiche Korallen, setzte sich fast auf einen kleinen Rochen, uebersah den giftigen Scorpionfisch und tauchte schliesslich nach einer halben Stunde ueberraschend wieder auf. Bin dann noch ne halbe Stunde mit dem Tauchlehrer weitergetaucht, doch es gab lang nicht so viel zu sehen wie beim Schnorcheln vor unserer Haustuere....

Nach den Perhentian Islands trennten sich wieder unsere Wege
und ich fuhr in den Westen nach Penang (George Town) weiter, wohingegen Annette und Jochen nach Kota Barut reisten.
Kaum dort angekommen, bin ich erstmal in einen chinesischen Nachtumzug (Art Karneval) geraten. Die Mehrheit der ca. 1 Mio Inselbewohner sind naemlich Chinesen.

Wie es genau weiter geht, weiss ich noch nicht, da mein urspruenglich naechstes Ziel Thailand hiess. Die Lage ist dort momentan etwas kompliziert und daher ueberlege ich am Montag ne Faehre nach Indonesien (Medan) zu nehmen...

Sonntag, 12. April 2009

Melaka - Kuala Lumpur - Tanah Rata (Cameron Highlands)

Frohe Ostern.

Zu diesem Anlass hab ich mir gedacht, dass ich mal wieder nen Blog starten kann:

Wir waren also in der "Kleinstadt" Melaka stehen geblieben, in der wir noch ne kleine Radtour unternommen haben, um uns die portugiesischen Wurzeln der Stadt anzusehen. Neben 2 heruntergekommenen Burgen gab es noch den Square, der aber nichts zu bieten hatte.


So sind wir nach 2 Tagen wieder weiter nach Kuala Lumpur gefahren. Die Busverbindungen sind hier sehr gut, da koennten sich die Australier ruhig mal was abschauen!


In KL stand dann 2 Tage Seightseeing auf dem Programm (eigentlich gar nicht meins)! Wir sind viel durch die Stadt gelaufen (oder haben die Skyrail genommen) und haben uns alle wichtigen Gebaeude angesehen.... Besonders beeindruckend waren die Petronas Twin Towers, mit 452m noch der zweithoesten Wolkenkratzer der Welt. Dabei konnte man allerdings nur auf die Bruecke in 170m Hoehe fahren, was aber auch schon reichte, um einen schoenen Ausblick zu bekommen.

Dann hatten wir erstmal genug von der stinkenden und ziemlich bevoelkerten Grossstadt (4,2 Mio Einwohner) und sind auf das Land gefluechtet. Die sog. Cameron Highlands liegen ca. 4 h oestlich von KL auf 1300m. Fuer den heutigen Ostersonntag hatten wir eine halbtaegige Tour gebucht. Dabei war der Besuch einer Teeplantage (1300 ha gross, der groessten in suedost-Asien) sowie ein Rosengarten die Highlights. Fuer morgen ist eine Wanderung durch den Regenwald auf den mit 2100m hoechsten Berg Malasias geplant.


Sepp, Robby, Mogli und Dorle konnten wir leider nicht treffe, da wir doch zu weit auseinander waren. Diese haben die letzte Woche ihres Urlaubs auf Langkawi verbracht, eine kleine zollfreie Insel ganz im Nordwesten an der Grenze zu Thailand.

Wir wuenschen euch ganz schoene Feiertage...

Jochen, Annette und Schorsch


Hier noch ein Suchbild aus gegebenem Anlass: find Walter(Jochen, der fuer unsere Tickets anstand)!

Dienstag, 7. April 2009

Cairns - Darwin - Singapur - Melaka


Servus miteinand,

nach nem kurzen Inlandsflug von Cairns nach Darwin, wo ich 5 h in der bloeden
Transferhalle warten musste und nicht raus durfte, ging der Flug nach Singapur weiter. Dort bin ich dann spaet abends auf ne deutsche Reisegruppe gestossen, der ich mich dann spontan angeschlossen habe:-)

Sie haben mir auch ein echtes Koernerbrot und schwarzwaelder Schinken mitgebracht. Zu meiner grossen Ueberraschung hatten sie auch ein Eichhofener im Gepaeck! Hab zum Jochen eigentlich nur im Scherz gemeint, dass er mir ein gscheids Bier mitbringen soll....

Nach nem Tag Sightseeing in Singapur, sind wir gestern nach Melaka (an der Westkueste) weitergefahren. Dort werden wir noch einen Tag bleiben und uns die Altstadt genau anschauen, denn sie gehoert zum Weltkulturerbe, bevor wir dann nach Kuala Lumpur weiterfahren.

Malaisch haben wird uebrigens noch nicht gegessen, aber lecker indisch(Foto) im Stadtteil "Little India" und chinesisch in "Chinatown".


Die Internetverbindung ist hier nicht sehr prickelnd, daher werde ich mich in naechster Zeit eher kurz fassen....

Samstag, 4. April 2009

Great Barrier Reef/Cape Tribulation

Servus,

so mein letzter Blog von Australien steht an:

hab nach 2 ruhigen Tagen in Cairns am Donnertag endlich meinen ersehnten Tauchgang im Great Barrier Reef in Angriff genommen. (Das Reef heisst uebrigens so, weil es in Australien liegt und dort alles "Great" ist - hat uns zumindest der Kapitaen auf dem Schiff erklaert:-)
Genauer gesagt habe ich 6 Tauchgaenge in 2 Tagen gemacht, wobei einer in der Nacht stattfand. Hatte sau viel Glueck bei meiner Partnerwahl (man muss immer zu zweit tauchen), denn die blonde Schwedin war nicht nur sehr huebsch, nett und konnte bestens deutsch, sondern war auch noch Tauchlehrerin auf Urlaub! Hat sich dann aber erst spaeter herausgestellt, denn sie hat sich nur als normaler Taucher ausgegeben um keine Arbeit aufgedrueckt zu bekommen...
Wir haben neben einigen Weissspitzenhaien auch ein paar Schildkroeten gesehen, wobei die in einer Hoehle schlafende in der Nacht echt riesig war. Ansonsten haben wir in der Nacht nicht viel Gesehen, wobei dieser Tauchgang eher einer Disko gleich kam. Wenn ich mich umgedreht habe, habe ich immer 10 leuchtende Taschenlanpen gesehen, denn wir sind alle zusammen in einer Gruppe getaucht. Tagsueber waren wir hingegen immer nur zu zweit und das Riff war deutlich belebter. V.a. die unglaubliche Vielzahl an Korallen in allen nur erdenklichen Farben und Formen war beeindruckend. Natuerlich gabs auch ein paar Nemos, Rochen, etc.
Um 6 Uhr bei Sonnenaufgang zu Schnorcheln war mein persoenliches Highlight, wobei mich ein deutsches Maedchen begleitete, waehrend der Rest auf dem Schiff ("Rum Runner") noch schlief.

Heute bin ich noch auf einen Tagesausflug zum Cape Tribulation gefahren, wobei der natuerlich nicht mit den vorhergehenden 2 Tagen zu vergleichen war. Ein paar Krokodile haben wir gesehen und sonst relative viel unbelebt erscheinenden Regenwald...

Fazit:

Australien war, gerade im Vergleich zu Neuseeland, relativ teuer. Der Kurs steht zwar gut, doch die Preise sind in etwa mit denen bei uns zu vergleichen. Hab mich bei meinen 4 Wochen, die 1 Woche in Vanuatu war eine super Entscheidung, aber fuer das falsche Verkehrsmittel entschieden! Mit dem Bus konnte ich nur an den groesseren und/oder touristischen Orten aussteigen. Mit einem Mietauto ist man da schon wesentlich flexiebler, doch alleine wird die Angelegenheit zu teuer. Es gaebe noch die Moeglichkeit sich ein Auto zu kaufen, fuer diesen kurzen Zeitraum schien mir das doch zu riskant, da evtl. Reperaturen anstehen koennten oder der Verkauf am Ende aus Zeitgruenden in die Hose gehen kann ... (hab in Cairns einige getroffen, die seit Wochen versuchen ihr Auto los zu werden, doch ohne Erfolg!).
Landschaftlich gibt Australien sicherlich sehr viel her, auch wenn ich nur die Ostkueste gesehen habe, doch die vielen jungen, partysuechtigen Backpackers koennen einem wirklich auf den Sack gehen. Haette eigentlich besser die ruhigere Westkueste machen sollen, doch ich wollte mir umbedingt den Kindeswunsch erfuellen und im Great Barrier Reef zu tauchen. Das habe ich mir auch fuer den Schluss aufgehoben, ganz nach dem Motto "das Beste ..." , was sich absolut gelohnt hat und fuer ein versoehnlichen Abschluss gesorgt hat. Schade, dass ich so wenige wirkliche Aussies kennen gelernt habe, wie z.B. in dem kleinen Nest Ayr, die dann echt sehr nett sein koennen, im Gegensatz zu den meisten vom Tourismus beeinflussten Einwohnern!

Morgen gehts dann weiter mit der Flieger nach Singapur... und um mit dem Worten unseres heutigen Tourguides zu enden, der dem Crocodile Hunter zum verwechseln aehnlich war, und diese ungefaehr alle 10 Min verwendet hat:
"No worries, let's do it"

Sonntag, 29. März 2009

Cairns - Kuranda - Cairns


Moin,


erstmal mein Lieblingsbild: 2 Woker (Begriff stammt von Ester, Maike und Linda, die damit Asiaten bezeichnen, dessen genaues Herkunftsland schwer zu bestimmen ist...) versuchen in ihrem Minischlauchboot vergeblich vom Stand wegzupaddeln. Nach ca. 5 Minuten waren sie ganze 5 Meter weit gekommen, da sie sich staendig im Kreis gedreht haben und haben es aufgegeben!

Wo war ich eigentlich stehen geblieben? Ach ja, bin von der Magnetik Insel runter und habe erst mal 2 Stunden auf meinen Bus nach Cairns gewartet. Der hat mich dann schliesslich auch dort hin gebracht doch es war schon ziemlich spaet! Hab dann versucht im Park in strandnaehe zu schlafen. Als ich endlich einen ruhigen Platz gefunden hatte, die Security verscheucht alle ungebetenen Gaeste, machte ich es mir auf der schoenen Bank bequem. Doch grad am einschlafen, gingen die Sprinkelanlagen an(kann man sich eigentlich denken, das die nachts bewaessern)! Nachdem ich wieder trocken war machte ich einen neuen Versuch, doch grad am einschlummern oeffnete der Himmel alle Schleusen.... Hab dann diese Nacht nicht mehr geschlafen und wollte gleich um 6 Uhr als Erster in der oeffentlichen Pool direkt am Meer mit Sonnenaufgang. Doch um 5 nach 6 Uhr herrschte dort schon ein reges Treiben: eine Gruppe von Senioren (sorry Mama) machte ihre Wassergymnastik (Aquaerobic). War aber auch sehr lustig anzuschauen:-)

Hab dann um halb neun den Zug nach Kuranda genommen. Der Scenic Rail faehrt durch tropischen Regenwald und an schoenen Wasserfaellen vorbei, doch ich hatte Muehe meine Augen aufzuhalten! In Kuranda ging ich dann auf einen Campingplatz mitten im Regenwald und fand endlich meinen ersehnten Schlaf....

Bin noch 2 Tage im Dschungel geblieben, um dann mit dem Bus nach Cooktown hoch zu fahren. Doch der bestellte Bus, der nur alle 4 Tage diese Strecke faehrt und der einzige ist, kam einfach nicht. Bin dann noch nen Tag laenger geblieben und dann heute wieder nach Cairns zurueck gefahren. War wohl nichts mit Cooktown, Port Duglas und Cape Tribulation. Werde jetzt von Cairns aus noch Tagestouren unternehmen, eine zum Great Barrier Reef und eine zum Cape, bevor ich dann am Sonntag meinen Flieger nach Singapure nehme. Dort werde ich dann endlich mal wieder auf bekannte Gesichter treffen. Freue mich schon auf die 3 Wochen mit Annette und Jochen durch Malaysia....


Ach noch was: mitten in Kuranda gabs nen deutschen Baecker!
Koennt euch gar nicht Vorstellen wie gross die Freude auf einen Koernersemmel nach 2 Monaten seien kann.


Gruesse an all diejenigen, die den Blog regelmaessig verfolgen...

Mittwoch, 25. März 2009

Dere,

So jetzt hab i a bisserl Zeit (immer dieser Urlaubsstress:-)

Das mit den falschen Jahrgaengen hast du gut erkannt Jochen. Es hat sich bewahrheitet was mir eine alte Neuseelaenderin gesagt hat. Sobald man ein paar Doller mehr bezahlt ist man den Kindergarten los!

Auf dem Schiff waren viele in meinem Alter +/- 3 Jahre. Daher war der 3-Tages-Segeltrip um die Whitsundays ein voller Erfolg. Waren alle sehr nett und wir hatten viel Spass. Am 2.Tag wehte eine steife Priese und wir sind 5 Knoten schnell gefahren (keine Ahnung wie schnell das ist, aber das Boot hat ganz schoen geschaukelt, weil der Seegang dementsprechend war!) und einige wurden etwas bleich um die Nasenspitze. Bin zum Glueck von der Seekrankheit verschohnt geblieben....

Ansonsten waren wir tagsueber viel schnocheln (hab Marks Gehause ausgeliehen, um auch Unterwasser Bilder zu machen). Abends gabs meist ein paar Bier vom Barkeeper und ne Partie Poker. Die Verpflegung war auch sau gut (kann bis jetzt nicht verstehen wie Ash, die Koechin, in einer Kueche 2x2m fuer 30 Personen bei Seegang so gut kochen kann!!!).
Wer nicht verstehen konnte wie man ne Dusche in der Kueche haben kann: hier ist die Dusche im Klo!

Bin anschliessend weiter nach Ayr gefahren. Das ist ein ganz kleines verschlafenes Nest, wo man eigentlich nichts machen kann. Hab jedoch den Aussis (ca.D-Jugend) beim Kicken zu geschaut: den besten Mann stellen sie ins Tor! Der hat ein Solo ueber den ganzen Platz hingelegt und 8 Feldspieler stehen gelassen bevor ihn der 9. am Strafraum umgegraetscht hat. Nach 2 Tagen bin ich weiter nach Townsvill gefahren.
Dort habe ich am Abend 3 Deutsche kennen gelernt, die auch am naechsten Tag auf die Magnetik Island fahren wollten. So haben wir uns kurzer Hand entschlossen zusammen zu fahren. Dort haben wir uns einen Moke (sehr lustiges Gefaehrt, aehnlich einem Gokart) ausgeliehen und sind auf der Insel rumgefahren.... Da wir keinen Basketball dabei hatten, haben wir halt Kokusnuesse um Spielen verwendet.




Ich haben dann dort 2 Naechte im Kaola Village verbracht (die Anderen mussten wieder weiter) und bin endlich wieder zum Wandern gekommen. Ein paar lustige Voegel waren auch dort....


Werde heute weiter nach Cairns fahren, um dann aber sofort weiter Richtung Cooktown zu kommen und endlich einen Tauchgang im Great Barrier Reef zu machen..

Sonntag, 22. März 2009

Whitsundays - Ayr - Townsvill - Magnetik Island


Hey,

endlich wieder Land in Sicht!
Dann lade ich diesmal mehr Bilder hoch vom meinem 3 Tages-Segeltrip und lasse sie fuer sich sprechen. Koennt euch den Teil dazu denken...
(Das mit dem Fotoalbum checke ich nicht, hab mich schon ne Stunde darin versucht und es ist mir zu bloed!)

Die Internetverbindung ist sau schlecht und mein Schiff von Townsvill auf Magnetik Island faehrt gleich ab...
Daher werde ich mein Bericht in 3 Tagen, wenn ich wieder zurueck bin, vervollstaendigen....

Dere

Montag, 16. März 2009

Brisbane - Noosa - Rainbowbaech - Airly Beach(Whitsundays)

Dere,

nach dem Abstecher in die 3.Welt bin ich wieder in der unseren angekommen:

Hab erstmal 2 Tage im gleichen Hostel in Brisbane verbracht. Dabei bin ich auf alte Bekannte gestossen: H.(der Hollaender), Federico(Italiener), ein Waliser(dessen Namen ich vergessen hab), Tuk(vietnamnesischer Canadier oder umgekehrt) und noch a paar.... Daneben waren auch noch 10 trinkfreudige Iren da. Hab erst mal ein paar Sachen fuer die naechsten Tage erledigt und sonst nichts weiter gemacht.

Dann gings mit dem Buss weiter nach Noosa Heads, ein Nobelurlaubsziel. Der Zeltplatz war genau so teuer wie ein durchschnittliches Hostel und durstige Iren hatte es da auch. Waren gleich in meinem Nachbarzelt und haben bis um 5 Uhr Party gemacht! Daraufhin habe ich mich am naechsten Tag gleich wieder in den Bus gesetzt. Habe davor allerdings noch einen schoenen Tag mit einem Coastwalk(Foto 3: Koala) verbracht. Konnte dabei einigen Surfpros beim ueben fuer den am folgenden Tag stattfindenden Wettbewerb beobachten. Dabei sind mir einige Ausnahmetalente aufgefallen, die mein Interesse fuer den Sport weckten:-) Foto1+2

Am Abend bin ich dann im Pippie's Backpackers in Rainbow Beach angekommen (heisst so,weil des Strand verschiedene Farben hat). Versuchte am naechsten Tag vergeblich eine Wanderung auf Fraesur Island zu organisieren. Allerdings sind die dort nicht wirklich auf Wandertourismus ausgelegt. Die haben mich alle wie ein Marsmaennchen angeschaut, nur weil ich einen der Great Walks machen wollte. Es kam immer wieder die Frage wie ich mein Essen fuer 3 Tage transportieren will. Wuerde in NZ kein Mensch fargen, da es selbstverstaendlich ist alle Sachen mit dem Rucksack mitzunehmen(dort machen aber auch manche 7- oder sogar 10-Tagestouren! - was ich dann schon ein bischen verrueckt finde, da man dann nur 3 Powerriegel am Tag essen kann). Auf jeden Fall haben mich die 2 Touri-Infos ganz gut informiert und ich hatte mir schon meinen Track zurechtgellegt, eh ich dann vom National Park Team erfahren habe, dass alle Tracks fuer die naechsten 2 Wochen wegen Aufraemarbeit als Folge des Zyklons gesperrt sind! Habe dann vergeblich noch versucht auf eine der Jeep-Touren aufzuspringen, auf die ich eigentlich keinen Bock hatte. Diese laufen naemlich wie folgt ab(konnte einige Teams beim packen beobachten):
10 Leute(z.B. 5 Maedls/5Jungs) treffen sich einen Abend vorher und werden ueber alle Risiken(Dingos, Quallen, Haie, etc.) informiert und bekommen eine Einweisung ins Jeepfahren. Daraufhin setzt sich der Trott in Richtung Supermarkt in Bewegung und kauft erstmal wie verrueckt fuer ihre 2 Naechte ein: z.B. 30l Wein und 100 Dosenbier. An Verplegung darf natuerlich auch nicht gesparrt werden und ich schaetze sie haben ein bischen mehr eingekauft fuer den Fall der Faelle - mann koennte ja auf der Insel fuer 1 Woche festhocken (ausserdem braucht man ja etwas mehr um den Kater zu bekaempfen). Naja, die Englaender werden schon einschaetzen koennen wie viel Alkohol sie vertragen....
Um nicht ganz unverrichteter Dinge Frasur Island zu verlassen habe ich mich dann fuer eine 1-Tages-Tour entschieden. War etwas teurer, aber es gab auch Fruehstueck und Lunch.

Bin dann heute Nacht mit dem Bus bis nach Airly Beach durchgefahren (15h mal wieder). Dort habe ich noch nen 3-Tages-Segelturn fuer heute gebucht und ich werde in ein paar Stunden die Whitsundays umsegeln. Mal schauen was das wird....

See you

Mittwoch, 11. März 2009

Vanuatu - close to paradise

Hallo zusammen,

habe die vergangene Woche in Vanuatu, genauer auf der Hauptinsel Efate, sehr genossen :

Das Inselleben ist allerdings von 2 krassen Gegensaetzen gepraegt. Auf der einen Seite die einheimische, sehr arme , aber immer freundliche, Bevoelkerung und auf der anderen Seite die reichen, weissen Touris (vorwiegend Australier und Neuseelaender).

Man kann sich das Leben vor dem (noch in den Kinderschuhen steckendem) Tourismus wie folgt vorstellen:
Um die Hauptinsel sind ca. 10 kleine Inseln gruppiert, die sich in Schwimmdistanz befinden. Es wachsen alle moeglichen Fruechte (Papajas, Kokosnuesse, Bananen, Passionsfruechte und einige deren Namen ich nicht kenne), zumeist ganzjaehrig in dem tropischem Klima, die man sich nur von den Baeumen pflueckt. Das Meer
liefert viele Fische, Schildkroeten, Hummer, Krebse oder z.B. Seekuehe. Die Ureinwohner haben alles gegessen was ihnen in die Finger kam. Sogar vor Menschen machten sie keinen halt! Der Kanibalismus wurde aber vor ca. 40-50 Jahren aufgegeben, wobei er auf der Insel Tanna anscheinen erst vor ein paar Jahren eingestellt wurde!!!Der taegliche Regen von ca. 2 h sorgt fuer ausreichend Trinkwasser, das sich in Fluessen und Wasserfaellen die Berghaenge herunterstuerzt. Die Bewohner muessen sehr gluecklich gelebt haben, wobei sie nicht viel besassen....
Einige Seefahrer entdeckten die Inseln (z.B. Cook) und brachten unsere westlichen Sitten und Gueter mit. Obwohl 105 unterschiedlichen Sprachen gesprochen werden, hat sich Englisch und Franzoesisch zumeist durchgesetzt. Im 2.Weltkrieg stationierten die Amis ein Teil ihrer Truppen auf der Hauptinsel....

Heute leben zwar einige Voelker immer noch auf die traditionelle Art und Weise, v.a. auf den kleineren weit entfernten Inseln (die ich nicht besucht habe, Fluege sind einfach zu teuer und Boote fahren nur 1 Mal die Woche), auf der Hauptinsel geht es jedoch westlicher zu.
Die Bewohner verkaufen ihre Inseln und Grundstuecke, um darauf Hotelanlagen errichten zu lassen, und koennen so ihre eigenen Inseln nicht mehr besuchen. Gleichzeitig ergibt sich fuer sie daraus natuerlich Arbeit und viele schaffen auf den Baustellen, wobei die Leitung meist ein Weisser inne hat uns sie die Drecksarbeit
fuer ein Appel und ein Ei erledigen duerfen (erinnert sehr an Slavenarbeit)! Mittlerweile leben die meisten vom Tourismus, ob in den Hotels, auf Touren fuer die Touris,Taxis und Busse, etc. Mit den westlichen Guetern, die sie von ihren Lohn kaufen koenne, v.a. in den vielen Geschaeften, die zumeist in chinesischer Hand sind (in Fiji sinds die Inder), wissen sie nicht so recht umzugehen: sie werfen einfach allen Abfall in die wunderschoene Landschaft! Von recycling haben sie noch nie was gehoert....

Man bemerkt diesen Zustand sehr schnell, und ich habe versucht ein bisschen naeher an die Ureinwohner heranzukommen. So habe ich esrtmal darauf verzichtet, irgendwelche total ueberteuerten Touren zu buchen. Hab mich einfach in den naechsten Bus(Mitsubishi Vans) gesetzt, gibt hier hunderte und auf Handzeichen stoppt einer alle 10 s, und von Port Vila (Hauptstadt mit ca. 40 000 EW, sieht aber wie eine Kleinstadt mit 5 000 EW aus) die Insel erkundet (fuer ca. 1 Euro wird man ueberall hingefahren):
Am ersten Tag hab ich ein paar Kinder beim Schnorchel kennen gelernt. Nachdem ich ihnen meine Maske geliehen und ihnen ein paar Dextro angeboten habe, ist einer gleich auf eine Palme geklettert und hat mir eine Kokosnuss gepflueckt. Wer nicht weiss,wie man sie oeffnet, hier ein Demovideo:
Auf der Insel Efira habe ich Samuel kennen gelernt, der mir gleich seine Insel gezeigt hat und mich zum Kawa-trinken eingeladen hat. Kawa schmeckt schrecklich und sieht aus wie Dreckswasser, betaebt aber ein bischen (hier trinkt keiner Alkohol, ausser die Touris). Es wird aus einer Wurzel gewonnen.
An den weiteren Tagen bin ich u.a. zum Tauchen gegangen und habe dabei, neben vielen schoenen Fischen (Clownfisch gibts auch hier,aber die sind au net lustig), Wasserschlangen,.... und sogar 2 Dugon(=Seekuehe) gesehen. Die Unterwasserwelt ist echt wunderschoen und die Korallenriffe sind noch ganz intakt.
Es gaeb noch so Vieles zu erzaehlen (das einheimische Essen, die Maerkte, Wasserfaelle,...) , aber ich lass es mal bei den kleinen Eindruecken....

War eine super Idee so spontan mal in die Suedsee zu fliegen. Besonders teuer war es auch nicht, wenn man sich z.B. auf dem Markt bekochen laesst, bekommt man eine Mahlzeit(Fisch oder Huhn mit Reis+Getraenk) fuer ca. 2 Euro. Das Hotel(Coconut Palm Resort) war auch sehr gut und guenstig!
Glueck hatte ich auch noch, den wenn ich weiter in Richtung Cairns gefahren waehre, haette mich ein Zyklon wahrscheinlich weggepustet! Dort werde ich mich morgen auf den Weg machen. Naechster Stop Fraser Island....

Montag, 2. März 2009

Brisbane

Moin,

rueckblickend waren die letzten 3 Tage nicht besonders toll. Hab zwar etwas erlebt, doch die Leute auf dem Zeltplatz waren zu schraeg. Ihr Tagesplan sah wie folgt aus: zwischen 12 und 13 Uhr aufstehen und erst mal nen Joint, dann 2 Stunden spaeter Mittag, bevor es nach ein paar weiteren Joints Abendessen gab. Dann konnte das Abendprogramm beginnen: jede Menge Joints und saufen bis in die frueh...und das Schauspiel wiederholte sich jeden Tag. Manche machten das seit Wochen, einige waren auch schon seit mehreren Monaten da(!!!). Ihre maximale Tagesdistanz betrug 50m zum Pool und zurueck!
Wollte mich dem nicht anschliessen, wofuer die Leute allerdings kein Verstaendnis hatten und so lernte ich nur wenige von ihnen kennen und war ein bisschen der Aussenseiter.War mir aber egal...

Bin gestern in Brisbane angekommen und habe gleich ein nettes Hostel gefunden. Hier sind die Leute viel netter, jedoch sind einige auch schon seit einem Monat hier. Sie suchen nach Arbeit!
Kann allerdings nicht verstehen wie man in Brisbane so lange bleiben kann, denn es gibt nicht viel zu sehen. Ausserdem scheint es mir als wuerden sie darauf warten, dass sie jemand anruft und ihnen einen Traumjob anbietet. 2 Franzoesinnen z.B. sind zum 5.Mal hier und haben es auf 2,5 Monate Brisbane gebracht und 3 Wochen an einem Ort an der Kueste, sonst haben sie noch nichts gesehen!!!

Vielleicht lage es an den Erfahrungen der letzten Tage oder mir war einfach nur so langweilig, auf jeden Fall hab ich gestern kurzerhand einen Flug nach Vanuatu gebucht. Wer nicht weiss wo das ist, ich wusste es bis gestern auch nicht. Hab erst mal gegooglelt: eine Inselgruppe nordoestlich von Neu Kaledonien und westlich von Fiji. Wikipedia hat mir so viel verraten:

"Vanuatu ist ein souveräner Inselstaat im Südpazifik. Der aus 83 Inseln bzw. Inselgruppen bestehende Archipel wurde bis 1980 Neue Hebriden genannt.
Die Wirtschaft besteht überwiegend aus Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus (etwa 60.000 Besucher im Jahr 2005). Es existieren keine nennenswerten Bodenschätze.
Eine Studie der britischen New Economics Foundation (NEF) bewertet das Glück der Einwohner Vanuatus im weltweiten Vergleich am höchsten. Untersucht wurden Zufriedenheit, Lebenserwartung und der Umgang mit der Umwelt."

Klingt doch vielversprechend oder? Morgen geht der Flieger und ich bin vorraussichtlich 1 Woche nicht erreichbar...

Darum wuensche ich meinem Bruder Marcel und der Steffi Baron (beide am 6.3.) schon mal alles gute zum Geburtstag.Feiert gscheid...

Liebe Gruesse an alle und bis bald

Samstag, 28. Februar 2009

Byron Bay

Hey,


Nach einer langen Busfahrt(ca.13h), erreichte ich in aller frueh Byron Bay. Stand etwas planlos an der Haltestelle rum, da ich kein Hostel im vorraus gebucht hatte. Allerdings war ich dabei nicht alleine. 3 Englaendern ging es genau so und so entschlossen wir kurzer Hand zusammen nach einen Schlafplatz zu suchen. Wir fanden schliesslich einen Campingplatz direkt am Strand, konnten aber nur eine Nacht dort bleiben, weil die naechsten Tage ausgebucht waren. Das war aber auch gut so, denn mit den 3 wollte ich keine weiteren Tage verbringen....

Musste dann umziehen in die Arts Factory, ein von Hippies gegruendetes Hostel mit grossem Camping Platz. Hier kann man einiges machen vom Didgeridoo selber basteln bis zum eigenen Kino.... Die Leute sind auch alle ziehmlich schraeg und lustig.

Getern habe ich meine ersten Haie gesehen bei einem Tachgang an den Julian Rocks (Foto), eine kleine Insel nicht weit entfernt vom Byron Beach. Ein paar Delphine habe ich auch gesehen, mein Versuch sie vom Strand zu erreichen scheiterte aber klaeglich, da sie (natuerlich) wesentlich schneller waren.

Hab mir Australien irgendwie etwas trockener vorgestellt, denn hier ist alles ueberraschenderweise sehr gruen. Eine einheimische Frau hat mich dann aufgeklaert und gesagt, dass es die letzten 20 Jahre nicht so gruen war und es nur auf den vielen Regen der letzten Zeit zurueck zu fuehren ist....

Die Abfallentsorgung wird hier uebrigens nicht von Spatzen uebernommen, sondern von Truthaehnen und Echsen!
Ausserdem gibts hier extrem viele Surfer und einige von ihnen sind natuerlich auch extrem cool!

Nachtrag ins Logbuch:

Habe heute einen Markt besucht auf dem es neben vielen leckeren Sachen zum Essen, Gemuese und Fruechte auch viele Klamotten,etc. gab. Anschliessend machte ich einen Spaziergang am Strand, wo ich vergeblich einen Baum mit Schatten suchte. Nach 1h bin ich dann fuendig geworden und ich wunderte mich warum hier so wenig los war. War am FKK-Strand gelandet, doch das war mir dann auch schon wurst....

Hier sind uebrigens auch sehr viele Englaender, die durch ihre natuerliche Grundbraeune es manschmal nicht fuer noetig halten die Sonnencreme zu benuetzen. Vielleicht hat sich die "Wundererfindung" auch noch nicht bis auf die Insel herumgesprochen:-)

Werde morgen nach Brisbane weiter reisen...

Dere

Dienstag, 24. Februar 2009

Sydney

Hallo again,

zuerst a mal muss ich sagen, dass ich sehr erleichtert war, als mein Gepaeck am naechsten Tag in meinem Hostel angekommen ist. Noch mal alles gut gegangen...

Am Samstag wollte ich abends mal weggehen und schauen was Sydney so an Nachtleben zu bieten hat. Ich bin in einen "Partybus" eingestiegen (dabei habe ich mich wieder an die Huehnchen im Kaefig erinnert) , der uns zu einer Bar fuhr, die das Motto "Playboy" hatte. Alle Bedinungen hatten Hasenohren etc.! Nach genau 3 Minuten, verlies ich die Location lieber wieder und bevorzugte einen Sparziergang durch die Stadt und genoss ein Milchshake (gute Entscheidung). Unser Viertel, Kings Cross, hatte da schon deutlich mehr zu bieten: jede Menge Bars und Clubs, Nutten und Sexschuppen, und alle 10m wurden dir irgendwelche Drogen angeboten....


Die naechsten Tage waren dann sehr erholsam:

Hab mit Linda, einer Deutschen, die ich seit Nelson kenne, und Michael, einem Schweizer aus Zueri einiges unternommen:
Aquarium, Opera House, Harbour Bridge, Botanic Garden, ... halt die ueblichen Sehenswuerdigkeiten. Auch im Zoo verbrachten wir fast einen ganzen Tag. Die Affen waren besonders lustig(siehe Foto 1+2). Gestern besuchten wir noch die bekanntesten Straende (Bondi, Coogee und Manly Beach). Abends gabs meist BBQ auf der Dachterrasse.


Heute gehts weiter mit den Nachtbus nach Byron Bay zu den Hippies(da wirds bestimmt noch "chilliger") ...



Bis denne

Donnerstag, 19. Februar 2009

Wellington - Tangoriru - Roturua - Waitomo - Auckland

Dere,

meine kleine Spritztour ging am Montag um 14 Uhr los. Nachdem ich mein Auto, einen Mitsubishi mit Automatik (hat hier jedes Auto), abgeholt habe, hatte ich 72h Zeit es nach Auckland zu fahren. Fuer die Srecke(660km) benoetigt man normalerweise knapp 9h, ich hab jedoch nicht die direkte Route gewaehlt, sondern ein paar Umwege ueber bestimmte interessante Spots eingeplant und so waren es ca. 900km.


Am ersten Tag erreichte ich Turangi, mein Ausgangspunkt fuer den naechsten Tag, um das beruehmte Tangoriru Crossing zu machen. Nach einer Nacht im Silverstone Hostel, holte uns(ein belgisches Paerchen war auch dabei) in aller frueh ein Bus ab,der uns zum Ausgangspunkt brachte. Natuerlich war ich nicht der Einzige, der diesen "Great Walk" machen wollte und so fuehlte man sich eher auf einer Autobahn, als auf einem Wanderweg! Der Track war sehr einfach und nach ca. 6h erreichte ich das Ende, wo uns erneut ein Bus abholte. Auf dem Weg durchquerten wir 2 erloschene Vulkankegel und einen Schwefelsee (ueberall roch es natuerlich nach faulen Eiern), jedoch wurde die Sicht durch einige Wolken getruebt und wir hatten nur selten so einen schoenen Blick auf die Vulkankegel wie auf diesem Bild....


Am spaeten Nachmittag bin ich dann nach Roturua weiter gefahren, wobei ein Zwischenstopp und Bad im Lake Taupo Pflicht war. Dieser See ist ebenfall ein Vulkankrater, der sich mittlerweise mit Wasser gefuellt hat. In Roturua genoss ich am Abend noch ein Bad im Polynesischen Spa, 7 unterschiedlich warme Pools mit schwefelhaltigen Wasser, die man mit vielen Asiaten teilen musste.


Nach einer Nacht im Auto gings am naechsten Morgen ueber das Wonderland zu den Waitomo Caves. Im Wonderland konnte man einige heisse Quellen mit unterschiedlichen Farben sehen, je nachdem welche Stoffe gefoerdert wurden. Ausserdem gab es noch Gysire, die nicht gespuckt haben, und Schlammtuempel. Wie ueberall roch es sehr streng. In diesem Gebiet treffen 2 Platten aufeinander, was der Grund fuer den anzutreffenden Vulkanismus ist, wobei die anzutreffenden Phaenomene zum Postvulkanismus gehoeren (wow, was man im Geographiestudium so lernt:-)
Bei den Waitomo Caves verbrachte ich eine Nacht in meinem Zelt. Am naechsten morgen wollte ich mir ein paar Hoehlen anschauen, doch dafuer wurde man ordentlich zur Kasse gebeten und so bin ich unverrichteter Dinge weiter nach Auckland gefahren, wo ich puenktlich um 14 Uhr mein Auto abgab.
Nach 2 weiteren Naechten in Auckland, gings heute in aller frueh weiter nach Sydney. Dabei ging alles druber und drunter und ich warte jetzt noch auf mein Gepaeck, das irgendwelche Trottel vercheckt haben. Immerhin haben sie mir 100$ Entschaedigung gezahlt, wobei ich mich gar nicht grossartig beschwert haben, und bringen es mir (hoffentlich) heute abend ins Hostel...



Fazit:
Ich finde es ein bischen schade, dass man fuer alles sehenswerte zahlen soll. Sobald es irgendetwas tolles gibt, steht irgend ein Trottel da, der zuvor einen Zaun um die ganze Sache gezogen hat, und haelt seine Hand auf. V.a. die Preise stehen in keinem Verhaeltnis zum restlichen Leben: so bekommt man hier z.B. das beste Rindersteak(200g) vom Metzger fuer 2 Euro oder wahlweise 2 Fischfiles (300g) und soll dann fuer ein paar Pinguine 20 Euronen hinlegen. Auch ein Bungy-Jump fuer 80 Euro klingt vergleichsweise billig, was jedoch fuer uns nur auf dem starken Euro zurueck zu fuehren ist. Fuer die Kiwis sind die Touri-Attraktionen einfach unbezahlbar...
Allerdings muss ich sagen, dass die letzten 5 Wochen sehr toll waren. Ich habe viel erlebt und staendig viele, neue, nette Leute kennen gelernt. Und die Kiwis sind auch fast alle so freundlich wie man sich erzaehlt. Bin auch recht guenstig davon gekommen und liege voll im Budget. Mal schauen, was Australien jetzt so bietet...


Bis die Tage..

Sonntag, 15. Februar 2009

Wellington

Hi zusammen,

nochmal nen kurzen Blog, bevor ich die naechsten Tage eher nicht dazu kommen werde...


Also mit dem Rugby kann ich mich net so recht anfreunden: der Ball ist nicht rund und das Spiel dauert auch keine 90 Minuten(ich vermisse den Fussball!!!). Es geht auch recht hart zur Sache und bei guten Tacklings wird immer laut geklatscht, aber ansonsten kommt keine richtige Stimmung auf (keine Fangesaenge,...). Vielleicht lag das auch nur an dem Spiel von gestern, da naemlich die Heimmannschaft, die Hurricans Wellington, eine Schlappe hinnehmen mussten. Kurz vor Ende haetten sie zwar das Spiel noch fast gedreht, waren aber ueber die meiste Zeit das deutlich unterlegene Team. Noch ein Suchbild: wo ist der Ball(aeh, ich meine das Ei)?

Essen kann man hier auch sehr gut, jedoch nichts nationales. War grad bei einem Malaysier, um mich schon mal auf die Kueche einzustellen und das war sau lecker (freue mich schon auf Malaysia). Fuer ca. 7 Eure bekommt man hier ein ganzes 3-Gaenge-Menue...



Uebrigens die DHL stellt hier nicht die Post zu und liefert auch keine Pakete, sondern sie versuchen Leben zu retten (haben auch ein bischen was von Baywatch)!

So dann gute Nacht und bis bald. Melde mich dann wieder von Auckland, bevor es nach Australien weiter geht. Bin mal gespannt was mich da erwartet! Hab einige Leute getroffen, die bisher nur schlechtes erzaehlt haben (grosse, schlecht ausgestattete Hostels mit vielen jungen, partysuechtigen Deutschen!). Mal schauen...

Freitag, 13. Februar 2009

Picton-Wellington

Sers, i bins wieder,


Die letzten Tage waren net so spannend. In Picton hab ich mal ein bischen ausgespannt, bevor ich dann nach Wellington mit der Faehre gefahren bin. An diesem Tag hat es allerdings geregenet und ich habe nicht viel von den wunnderschoenen Fjoerden um Picton gesehen...


In Wellingten bin ich dann wetterbedingt ins Te Papa (neuseelaendisches Nationalmuseum) gegangen und hab mich mal in der neuseelaendische Geschichte weitergebildet...
War aber bis auf den weltgroessten Tintenfisch au net so spannend und nach 1 Stunde haben mir komischerweise schon die Fuesse weh getan (muss die Museumskrankheit sein)! Mein Hostel war auch nicht der Brueller und lag etwas ausserhalb, so dass ich eine halbe Stunde S-Bahn fahren musste. Allerdings habe ich das absichtlich so gewaehlt, um dem groessten Trubel in der Hauptstadt zu entgehen...


Gestern hab ich dann nach nem Tag Sightseeing noch ein Bier getrunken und dabei ein Paar Kiwis kennen gelernt, die mich prompt auf ne Party eingeladen haben. Der Abend war dann sehr lustig...


Heute bin ich dann doch noch nach Wellington in ein anderes Hostel gegangen, wo ich noch 2 weitere Tage bleiben werde. Am Montag kann ich dann kostenlos ein Auto nach Auckland zurueck fahren, muss die Strecke allerdings in 72 Stunden fahren. Damit ist die Route relativ fest und ich werde einen halt im Tanguria Nationalpark machen (Vulkan), ein Stop in Roturoa (heisse Quellen) und in Waitomo (Karsthoehlen)...
Und jetzt mache ich mich noch auf, um ein Rugbyspiel in Westpac Stadium anzusehen.

Wer bedenken hat, dass ich zu wenig relaxe/chille: hab vergessen zu erwaehnen, dass fast jedes Hostel ein Spa hat, in dem man auch noch am Abend unter Sternenhimmel ein heisses Bad nehmen kann:-)
Ausserdem kann man an jeder Ecke einen super Kaffee bekommen.

Montag, 9. Februar 2009

Nelson - Abel Tasman National Park

Moin,

Hab wieder viel erlebt die letzten Tage...

Freitag war ein lockerer Tag und ich machte einen kleinen Spaziergang mit Johanne und Sabine auf einen nahe bei Nelson gelegenen Berg. Abend gabs noch ein Bier in nem Pub,wo ich komischerweise Alex, der Israeli, der mich am Vortag mit dem Auto mitgenommen hatte, tarf.

Am Samstag gings ganz frueh los.Um 6 Uhr 45 faehrt der einzige Bus nach Takaka, eine kleine Hippi-Stadt in der Golden Bay am Anfang des National Parks. Dort entschied ich mich den Abel Tasman Track fuer 3 Tage zu laufen und buchte dementsprechend 2 Campingplaetze, die man immer im vorraus buchen muss, sonst darf man den Track gar nicht betreten. Nachdem mich 2 Autos bis zum Startpunkt des Tracks gebracht haben, ich bin den Track absichtlich in die verkehrte Richtung gelaufen, musste ich noch 3 Stunden zu Mutton Cove, meinem erster Capingplatz, laufen. Nach einem Bad in den Abendstunden, bei dem ich jetzt auch endlich mit einem Rochen getaucht bin, versuchte ich mein Glueck noch einmal im Angeln bei Vollmond, jedoch ohne Erfolg... Dabei lernte ich einen verrueckten Scotten kennen(Andrew),der den Track nur nachts lief und tagsueber schlief.

Am naechsten Tag hatte ich einen Gewaltmarsch von 10 Stunden vor mir. Mit Gepaeck von ca. 15 kg und einer Strecke von 25 km kommt man bei 30C ganz schoen ins schwitzen! War nichts mit nur faul auf der Haut liegen wie diese Robbe...
Aber die wunderschoene Landschaft mit den traumhaften Buchten und Sandstraenden entschaedigte fuer alles(ich muss euch leider ein bisschen neidisch machen,weiss nicht wie ich es sonst schreiben soll). Ich war schliesslich ueberfroh den naechsten Zeltplatz am Abend erreicht zu haben.

Den lezten Tag gings noch mal 8 Stunden, wie immer leicht bergauf und bergab, bevor endlich das Ende in Sicht war. 50km in fast 2 Tagen war dann doch nicht ohne und ich war schlussendlich froh, am Abend wieder in Nelson zu sein, nahdem mich ein Deutscher den ich beim Zelten kennengelernt hatte, mitnahm.
Dort wartete mein Restgepaeck auf mich, doch kein Zimmer! Die hatten beim Buchen ein Fehler gemacht und mich schon fuer Sonntag eingetragen. Ausserden haben sie sich schon Sorgen gemacht, dass mir irgendetwas passiert waere... Allerdings haben sie mir dann kurzfristig ein anderes Hostel besorgt, das mindestens genau so gut war.

In the Palace naechtigte ich mit 3 deutschen Maedels, die mich heute frueh bis Picton mitnahmen, weil sie ihre Faehre nach Wellington erreichen mussten. Hier habe ich mich wie verabredet mit Sabine getroffen, die hier in dem Hostel arbeitet, dass den lustigen Namen Tombstone traegt und gleich neben den Friedhof liegt.

Werde noch nen Tag in Picton bleiben, ehe ich nach Wellington uebersetze und die Nordinsel unsicher mache...

Machts gut alle zusammen